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Forschen für die ferne Zukunft

Ministerpräsident David McAllister hat den neuen Campus Forschungsflughafen eingeweiht.

Von Daniel Beutler, 23.05.2012

Braunschweig. Im Beisein von Ministerpräsident David McAllister wurde der neue Campus Forschungsflughafen der Technischen Universität Braunschweig offiziell eröffnet.

Größtes Projekt: die Entwicklung eines „bürgernahen“, leiseren Flugzeugs.
In zwei Jahren Bauzeit entstand an der Hermann-Blenk-Straße, der Campus Forschungsflughafen (CFF), an dem 15 Professoren Grundlagenforschung betreiben werden. Die Baukosten belaufen sich auf 28,9 Millionen Euro, wovon die TU gut 5,5 Millionen Euro übernimmt, die restliche Summe wird zu gleichen Teilen von Bund und Land getragen. Die Stadt Braunschweig stellte das Gelände zur Verfügung. Der Spatenstich für ein drittes Gebäude, das einen Triebwerksprüfstand beherbergen soll, wird im Herbst gesetzt.
Insgesamt „gut investiertes Geld in Zukunft“, meinte Ministerpräsident McAllister bei der Eröffnung. „Der Forschungsflughafen zählt zu den innovativsten Wirtschafts- und Wissenschafts-Clustern Europas. Mit diesem Neubau in der Nähe der bereits ansässigen Institute werden die fachliche Zusammenarbeit und die Ausbildung des Nachwuchses weiter verbessert.“
Größtes Projekt am CFF ist das „Bürgernahe Flugzeug“, das effizienter, leiser und sicherer sein soll. Ein langfristiges Projekt, wie Professor Jens Friedrichs vom Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen erklärte. „Wir betreiben heute die Grundlagenforschung, um in 20 Jahren unser Ziel erreichen zu können.“ Zwar gebe es schon Erkenntnisse, die zum Beispiel in der kommenden Triebwerksgeneration für einen zukünftigen Airbus 350 einflössen. Bei vielem stehe man aber noch am Anfang. „Durch die Synergieeffekte zwischen Flughafen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt findet die Forschung auf einem Level statt, wie man ihn in Europa so nirgends findet“, lobte Friedrichs beim Rundgang.
Gut 100 Studenten pro Semester wählen die Luft- und Raumfahrt derzeit als ihr Vertiefungsfach. Im Masterstudiengang komme die Hälfte von anderen Universitäten zur TU. Sehr zur Freude von dessen Präsidenten Professor Jürgen Hesselbach. „Mit diesem Forschungsbau und dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik, das gegenüber entsteht, werden wir noch weitaus interessanter für junge Menschen sein, die an Themen rund um Mobilität und Verkehr interessiert sind und für die Forschung beziehungsweise ein forschungsorientiertes Studium brennen“, sagte Hesselbach.
Der automobile Gegenpart soll 2014 fertig werden und kostet rund 60 Millionen Euro.
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