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Fördergelder nicht abgerufen

Knapp eine Million Euro noch übrig.

Von Martina Jurk, 09.06.13

Braunschweig. Knapp eine Million Euro Fördermittel, die die Stadt mit EU-Hilfe Unternehmen und Existenzgründern bewilligen kann, sind 2013 noch nicht abgerufen worden.

Wer investieren oder eine Firma gründen möchte, sollte in den nächsten drei Monaten einen Förderantrag stellen, denn bis Ende des Jahres muss dieser geprüft und bewilligt sein, betonte Joachim Roth, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH, am Freitag im Wirtschaftsausschuss der Stadt. Eile sei deshalb geboten, weil es ab 2014 aller Voraussicht nach keine EU-Förderung für Unternehmen und Existenzgründer in dieser Form mehr geben wird. „Unternehmen sollten darüber nachdenken, ob sie nicht Investitionen vorziehen wollen, die für Anfang nächsten Jahres geplant waren“, regte Roth an. Er machte darauf aufmerksam, dass seit 2012 ebenfalls eine Förderung von freiberuflichen Existenzgründern der Kreativ- und Kulturwirtschaft möglich ist. Die „Kreativregion 38“ stellte im Wirtschaftsausschuss Projekte vor, die mit rund 80 000 Euro gefördert werden könnten.

Die Stadt bezuschusst mit Hilfe von EU-Mitteln Existenzgründer, Investitionen in Klein- und Mittelunternehmen (KMU), Innovationen in kleinen Unternehmen sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Einzelnen bedeutet das:
> Förderung von Existenzgründern: Zuschüsse für die Gründung, den Erwerb oder die Erweiterung eines Kleinstunternehmens als Einstieg in die Selbstständigkeit zwischen mindestens 1000 und maximal 7500 Euro pro Einzelfall. Jährliches Budget: 100 000 Euro. Mehr als 50 Prozent davon sind noch nicht ausgeschöpft worden. Seit 2007 bewilligt: 455 628 Euro, 70 Neugründungen beziehungsweise Erweiterungen bezuschusst, 175 Arbeitsplätze geschaffen.
> KMU-Richtlinie zur Förderung von Investitionen: Förderperiode läuft bis 2013, alle Investitionen müssen spätestens am 31. Dezember 2014 abgeschlossen sein. Budget: rund 700 000 Euro für 2013 – noch nicht abgerufen. Seit 2007 gewährt: 35 Förderungen, 189 Arbeitsplätze geschaffen, mehr als 730 gesichert, 28 Ausbildungsplätze geschaffen, mehr als 45 gesichert.
> Förderung von Innovationen in kleinen Unternehmen: Richtlinie läuft bis 31. Dezember 2015. Ein erster Antrag wurde im April 2013 gestellt.
> Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft: Der Rat der Stadt hatte zum Haushalt 2011 beschlossen, diesen Bereich jährlich mit 100 000 Euro zu fördern. Auf Antrag der SPD wurden diese Mittel für das Jahr 2013 um 50 000 Euro aufgestockt. Bislang wurde noch kein einziger Antrag auf Förderung gestellt.
Im vergangenen Jahr wurden der Hochschule für Bildende Künste (HBK) 75 000 Euro für Projekte, die mit Unternehmensgründungen zu tun haben (Gründungsinkubator), bewilligt. Das Fördergeld ist nicht abgerufen worden, weil die dafür erforderliche Gründung einer GmbH noch nicht erfolgte. Das Fördergeld wurde zurückgestellt und steht damit für 2013 für den Kultur- und Kreativbereich noch zur Verfügung.
Braunschweig-Zukunft-Geschäftsführer Joachim Roth appelliert an Gründungswillige und Unternehmen, über Fördermöglichkeiten nachzudenken.
Detaillierte Informationen zu den Voraussetzungen für eine Förderung gibt es im Internet unter www.braunschweig-zukunft.de und bei Simone Schumacher unter Telefon: 38 04 38 22 oder E-Mail: s.schumacher@braunschweig-zukunft.de



Beratung:

Öffentliche Fördermittel sind unter anderem auch Thema bei der kostenlosen Gründungsberatung am Dienstag (11. Juni) von 13 bis 17 Uhr, die die Wirtschaftssenioren Region Braunschweig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH anbieten. Außerdem geht es um allgemeine Fragen rund um das Thema Existenzgründung sowie zur Finanzierung.
Anmeldung für ein 45-minütiges Einzelgespräch erforderlich bei: bei Braunschweig Zukunft GmbH, Telefon: 38 04 38 32.
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