Anzeige

„Filetstück“ an der Borsigstraße

Auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks (EAW) Gewerbegebiet geplant.

Von Martina Jurk, 28.03.2012.


Braunschweig. Auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks (EAW) soll ein „Premium-Gewerbegebiet“ für Hochtechnologie entstehen. Aus einer Brachfläche mitten in der Stadt könnte sich ein Modellprojekt entwickeln, bei dessen Realisierung mehrere Tausend Arbeitsplätze entstehen.

Stadt, Investor Aurelis Real Estate, Braunschweig Zukunft GmbH und Projekt Region Braunschweig unterschrieben gestern eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Nach einer Studie mit dem Titel „Hochtechnologie-Stadt Braunschweig“, die bereits 2002 von der Nord/LB in Auftrag gegeben worden war, wurden die rund 150 000 Quadratmeter großen Freiflächen als städtebaulich interessantes Gelände ausgewiesen. Doch erst auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München im Oktober vergangenen Jahres gelang der Durchbruch. Eigentümer und Investor ist die Aurelis Real Estate. Die Tochter der Deutschen Bahn AG ist 2007 privatisiert worden und für die Stadt kein unbekannter Partner. Auch die Ansiedlung des Westermann Verlags und des Bahntechnik-Herstellers Alstom in den vorhandenen Hallen auf diesem Grundstück erfolgte über Aurelis. Das EAW-Grundstück sei ein Filetstück unter den in Braunschweig noch verfügbaren Gewerbeflächen mit allergrößtem Potenzial, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Deshalb gehen wir bei seiner Entwicklung neue Wege. Bei diesem Projekt planen wir zum ersten Mal von Anfang an ein offensives, professionelles Standortmarketing ein und werden bei seiner Vermarktung alle Register einer gezielten Ansiedlungspolitik ziehen“, hob der OB hervor.
Bis zum Jahresende soll Planungsrecht geschaffen werden. Mitte Juli würde der Bebauungsplanentwurf fertiggestellt sein. Anfang September könnte der Auslegungsbeschluss in den Stadtbezirksräten, den Ausschüssen und in der Öffentlichkeit beraten werden. Der Ratsbeschluss könnte im Dezember erfolgen. Die Vermarktung beginne allerdings bereits in der zweiten Jahreshälfte. Der Oberbürgermeister rechnet mit einer breiten Zustimmung der Gremien, der Ratsfraktionen und der Bürger für das Projekt. „Es gibt ja seit zehn Jahren eine positive Meinung dazu“, so Hoffmann. Der Standort sei wegen der innenstadtnahen Lage und der möglichen Anbindung an das Schienennetz für Unternehmensansiedlungen besonders attraktiv.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.