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Erschreckender Rekord bei rechten Straftaten:

Braunschweig hat im 1. Quartal 2016 mit 39 polizeilich registrierten rechten Straftaten einen erschreckenden Rekord erreicht: Noch nie in den letzten Jahren war die Zahl rechter Straftaten in einem Quartal so hoch, wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

Im Vergleich zu anderen Städten in Niedersachsen nimmt Braunschweig dabei erneut einen traurigen Spitzenplatz ein: Nur in der Stadt und der Region Hannover gab es mehr rechte Straftaten als in Braunschweig.

Bei den rechten Gewaltdelikten liegt Braunschweig zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover sogar an erster Stelle in Niedersachsen: Hier wurden im ersten Quartal 2016 jeweils 7 rechte Gewaltdelikte gezählt. Insgesamt hat die Polizei in diesem Zeitraum in ganz Niedersachsen 31 rechte Gewaltdelikte registriert. Mehr rechte Gewalttaten gab es in Braunschweig den letzten Jahren mit 12 Fällen nur im 1. Quartal 2015.

David Janzen, Sprecher des Bündnis gegen Rechts: "Diese Zahlen sind erschreckend! Sie machen erneut deutlich, dass wir in der Stadt ein zunehmendes Problem mit rechten Aktivitäten haben, auch wenn eine Großzahl der Delikte vermutlich auf das Konto einer eher kleinen Gruppe von AnhängerInnen der NPD-Jugendorganisation 'Junge Nationaldemokraten' zurückgeht. Was uns als Bündnis gegen Rechts dabei Sorge bereitet ist, dass diese Neonazis gezielt junge Menschen ab 14 Jahren über die sozialen Netzwerke oder direkt an den Schulen ansprechen. Hier ist auch die Stadt gefordert mit entsprechenden Handlungskonzepten entgegenzusteuern und das weitere Ansteigen rechter Straf- und Gewalttaten zu verhindern. Braunschweig braucht vor allem aber auch eine unabhängige Beratungsstelle für die Betroffenen von rechten Bedrohungen und Gewalt. Es darf nicht sein, dass die Opfer allein gelassen werden."
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