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Erlebnisbad wächst in die Höhe

Auf Großbaustellen in der Stadt unterwegs: Wie geht es mit Bad, Petrihaus und Hotel voran?

Von Martina Jurk, 15.08.2012.

Braunschweig. Das Freizeit- und Erlebnisbad, das an der Hamburger Straße entsteht, nimmt Formen an. Gestern wurden die ersten Balken für die Dachkonstruktion an den Haken genommen.

„Die beiden Untergeschosse sind fertig. Im September und Oktober wird die Schwimmbadtechnik eingebaut, die allein 30 Prozent der Baukosten ausmachen“, sagt Jürgen Scharna, Geschäftsführer der Stadtbad GmbH, Bauherrin des mit 26,1 Millionen Euro veranschlagten Erlebnisbades. „Wir sind zwei Monate im Verzug“, so Scharna, „verursacht durch drei Wochen Dauerfrost im Februar.“ Wichtig sei, das Gebäude vor Beginn der kalten und nassen Jahreszeit winterfest zu bekommen. Ende Juli 2013 soll das Bad fertig sein.
Ein anderes Bauprojekt wartet noch darauf, dass es weitergeht. In der Baugrube für das Stadthaus Petri an der Langen Straße wurde ein Blindgänger vermutet. Seit gestern ist klar: Es ist keine Bombe. Drei Wochen lang war Baustopp auf dem Gelände an der Langen Straße/Hinter Brüdern. Um an den Verdachtsfund nahe genug heranzukommen, musste ein acht Meter tiefes Quadrat gegraben werden. „Um den Verdachtsfund zu bestimmen, setzte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Taucher ein, die in die verspundete und abgesicherte Grube hinabstiegen“, erklärte Investor Jochen Staake. Gefunden worden seien kleine Eisenteile.
Würde es sich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, wie zunächst vermutet wurde, hätte die Stadt weiträumig evakuieren müssen. Auf der Baustelle geht es weiter, wenn der Rat der Stadt am 18. September den Bebauungsplan verabschiedet hat. Bauvorbereitende Maßnahmen würden schon vorher durchgeführt, so Staake.
Gut was zu sehen gibt es bereits beim Bau des Vier-Sterne-Plus-Hotels der Marke Steigenberger im Bürgerpark. „Wir sind sehr gut im Zeitplan“, meint Sprecher Michael Bobber vom Investor Bauwo Grundstücks AG. Der Rohbau des fünften der insgesamt sechs Geschosse entsteht gerade. 175 Zimmer inklusive 17 Suiten, Tagungs- und Wellnessbereich sowie Restaurants wird das Top-Hotel auf dem 10 500 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Freizeit- und Bildungszentrums (FBZ) an der Nîmesstraße beherbergen. Der Druckturm und die denkmalgeschützte ehemalige Maschinenhalle werden in den Hotel-Komplex integriert. „Im Oktober soll Richtfest sein“, sagt Bobber. Die Eröffnung des 25 Millionen Euro teuren Hotels ist im Sommer 2013 geplant.
Für Stadtbad-GmbH-Geschäftsführer Jürgen Scharna war gestern einer von vielen aufregenden Tagen. Er spricht für „Braunschweiger Verhältnisse“ von einer Großbaustelle. Immerhin ist eine Achse des entstehenden Freizeit- und Erlebnisbades 100 Meter lang. Die insgesamt acht 30 Meter langen Holzleimbinder für die Dachkonstruktion werden mit einem Spezialkran bewegt und an die richtigen Stellen auf Schleuderbetonstützen gesetzt. Ein Binder wiegt 13,3 Tonnen. Da ist Maßarbeit gefragt. Gestern Mittag klappte das problemlos. „Hier passiert jeden Tag etwas Neues“, freut sich Scharna, dass die Bauarbeiten an der Hamburger Straße so gut vorangehen.
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