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Erfolg -aber um das Insektensterben zu stoppen, muss auch ein anderes Pestizid von unseren Äckern verschwinden: Glyphosat!

Der folgende Text kommt über den campact e.V. Newsletterverteiler.

Endlich – die EU verbietet die bienengefährdenden Neonikotinoide! 

wir haben bis zum Schluss gezittert, jetzt steht fest: Die EU hat die gefährlichen Bienenkiller – Neonikotinoide – verboten.
CDU-Agrarministerin Julia Klöckner gab die entscheidende Stimme heute in Brüssel ab. Vor zwei Monaten wollte sie Pestizide in der Biolandwirtschaft noch erlauben [1], jetzt setzte Klöckner das Verbot des Bienengifts durch.[2]

Diesen Richtungswechsel haben wir gemeinsam erreicht!
Auf der „Wir haben es satt“-Demo im Januar in Berlin demonstrierten wir mit 33.000 Menschen gegen Pestizide.

Über 400.000 Campact-Aktive unterzeichneten unseren Appell zur Rettung der Bienen.
Wir protestierten bei Klöckners öffentlichen Auftritten, starteten eine Bienenrettungstour. Prompt kam ihr Statement: Sie will für das Verbot stimmen.[3] Was für ein Erfolg.

Das Verbot von Neonikotinoiden ist ein wichtiger Etappensieg. Doch jetzt heißt es dranbleiben: Denn Glyphosat zerstört genauso die Nahrungsgrundlage von Bienen.
Mehr als 5.000 Tonnen landen jedes Jahr auf unseren Feldern.[4] Trotzdem will Klöckner das Ackergift nicht verbieten.[5] Sie plant, die Nutzung einzuschränken, aber es gibt eine lange Liste mit Ausnahmen. Die Bienen sterben weiter.[6]

Deswegen wollen wir jetzt auf Aktionstour: Das hat uns schon den Erfolg bei Neonikotinoiden eingeheimst – bald könnte auch Glyphosat verboten werden. Bis dahin ist viel zu tun: Wir heften uns Agrarministerin Klöckner an die Fersen. Gleichzeitig zeigen wir Politiker/innen mit Gutachten, wie gefährlich der Einsatz von Pestiziden ist. Für diesen Herbst planen wir eine große Agrar-Demo.
Doch mit unserem Glyphosat-Plan können wir erst loslegen, wenn wir 70.000 Euro zusammen haben. Bitte unterstützen Sie die Aktionen mit Ihrer Spende: Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!

Die Zahl fliegender Insekten in Deutschland hat in den letzten 30 Jahren abgenommen – um über 75 Prozent![6]
Ohne sie bricht das Ökosystem zusammen: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Käfer bestäuben nicht nur Pflanzen, sie sind auch Futter für andere Tiere. Weniger Insekten bedeuten weniger Fische, Frösche, Eidechsen, Vögel und Säugetiere.

Die zentrale Ursache ist Glyphosat, das Ackergift mit dem der künftige Bayer-Monsanto-Konzern seine Gewinne maximieren will. Die Verliererin: unsere Natur. Aus vielfältigen Feldern werden triste Agrarsteppen, auf denen Insekten und andere Tiere keine Nahrung mehr finden und verhungern.[7]

Bis Ende des Jahres muss Agrarministerin Klöckner über die Zulassung von bis zu 37 glyphosathaltigen Pestiziden entscheiden.[8] Wenn sie jetzt nicht handelt, bleiben die Mittel für fünf Jahre auf dem Markt. Das spornt uns an. Mit unserer Aktionstour kämpfen wir weiter, bis das Glyphosat-Aus kommt. 
Danke, dass Sie mit uns für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft streiten!

Herzliche Grüße
Linda Neddermann, Campaignerin

[1] „Klöckner will im Ökolandbau Pestizide erlauben“, BR Online, 19. Februar 2018
[2] „EU-Staaten verbieten bienenschädliche Neonicotinoide“, Süddeutsche Zeitung, 27. April 2018
[3] „Bundesregierung will Bienen schützen”, Süddeutsche Zeitung, 14. April 2018
[4] „Gift für die Landwirte“, Zeit Online, 25. Oktober 2017
[5] „Klöckner stellt Verbot von Glyphosat infrage“, Süddeutsche Zeitung, 15. April 2018
[6] „Ohne Insekten bricht alles zusammen“, Zeit Online, 20. Oktober 2017
[7] „Mögliches Verbot von Neonicotinoiden. Ein erster und wichtiger Schritt“, Deutschlandfunk, 20. April 2018
[8] „Im Zweifel für das Leben der Biene“, Welt Online, 16. April 2018


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