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Equal Pay Day – eine Braunschweiger Erfolgsgeschichte

Edda Schliepack auf dem "Equal Pay Day" 2015 in Berlin
 
Braunschweiger SoVD-Mitglieder auf dem "Equal Pay Day" 2015 in Berlin
Braunschweig: SoVD | Am 20. März fand bei Sonnenfinsternis die zentrale Protestkundgebung zum „Equal Pay Day“ am Brandenburger Tor in Berlin statt. Bundesweit wurden am 20. März hunderte Aktionen veranstaltet. Medien, so auch das Fernsehen, berichteten darüber. Organisiert wird dieser bundesweit für Schlagzeilen sorgende Protesttag auch aus Braunschweig. Edda Schliepack, erste Kreisvorsitzende des Sozialverband Deutschland (SoVD) in Braunschweig und Bundesfrauensprecherin des SoVD organisiert den deutschen Equal Pay Day seit 2008 zusammen mit dem DGB und dem Deutschen Frauenrat. „Hierzulande erhalten Frauen noch immer 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Gegen diese Entgelt-Ungleichheit wendet sich der SoVD auch in Braunschweig mit dem „Equal Pay Day“. Dieser Termin markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland rechnerisch über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen“ erläutert Schliepack.

Bei der Kundgebung in Berlin waren auch ca. 200 Braunschweiger SoVD-Mitglieder dabei. Kämpferische Reden gegen die Lohndiskriminierung der Frauen hielten Bundesministerin Manuela Schwesig, der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, Edda Schliepack und weitere RednerInnen aus der Bundespolitik. Manuela Schwesig kritisierte die Lohnlücke und kündigte Gesetze an, die diese Lohnungerechtigkeit bekämpfen und für mehr Transparenz sorgen werden. Außerdem gab sie zu bedenken, dass wohl kein Vater seiner Tochter eine ungerechte Entlohnung wünscht. Reiner Hoffmann ging bei seiner Rede auch auf den Mindestlohn und den Betrug, der hier von einigen Unternehmen begangen wird, ein. Er forderte auf, dass man jeden Tag für gerechte Bezahlung kämpfen muss – nicht nur am Equal Pay Day. Edda Schliepack forderte unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die gesetzliche Regelung von Minijobs. Denn zwei Drittel aller Minijobs werden von Frauen ausgefüllt. Schliepack zeigte auf, dass Hungerlöhne zu Hungerrenten führen und forderte von der Regierung Maßnahmen, die nicht erst bei der nächsten Sonnenfinsternis in Kraft treten. Der SoVD habe seine Vorschläge der Bundesregierung bereits auf den Tisch gelegt.

Der SoVD
Neben der durch den TÜV und unabhängige Berater zertifizierten sozialen Rechtsberatung rund um die Themen Rente, Pflege, Gesundheit, Hartz IV und Behinderung setzt sich der SoVD bundesweit für sozial Benachteiligte gegenüber der Politik und Gesellschaft ein. „Außerdem bieten wir unseren Mitgliedern und Braunschweiger Bürgern eine Gemeinschaft“, wie Edda Schliepack, 1. Kreisvorsitzende in Braunschweig und Bundesfrauensprecherin, hinzufügt. „Denn neben zwei Begegnungszentren in Braunschweig organisieren unsere 12 Ortsverbände in der Stadt regelmäßig Treffen, Fahrten und Veranstaltungen. Oft leiden Senioren oder sozial Benachteiligte unter Isolation und Einsamkeit, wir möchten gegensteuern“, führt Schliepack aus.

Nähere Informationen zum SoVD in Braunschweig gibt es im Internet unter www.sovd-braunschweig.de. Das Beratungszentrum, Bäckerklint 8 (Innenstadt), bietet Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9-12 Uhr die Beratung an. (Tel.: 05 31/480 760, E-Mail: info@sovd-braunschweig.de). Der Mitgliedsbeitrag beträgt höchstens 5 Euro pro Person im Monat.
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