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Eine Stimme für junge Menschen

In zwei Gruppen erörterten die Jugendlichen beim zweiten Jugendforum engagiert aber sachlich ihre Ideen. Foto: Pause
 
Freies Wlan und eine Jugendkonzerthalle für Braunschweig standen zur Diskussion. Foto: André Pause

Zweites Jugendforum in der Neustadtmühle stand unter dem Motto „Deine Stadt – deine Ideen“.

Von André Pause, 06.02.2015.

Braunschweig. Zwei Themen standen auf der Agenda des zweiten Jugendforums begleitet vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig im Jugendzentrum Mühle: freies Wlan und eine Jugendveranstaltungshalle für Braunschweig.

Diese hatten sich in der Findungsphase auf der Homepage des Jugendforums (www.jugendforum-bs.de) durchgesetzt. Beim ersten Zusammentreffen wurden Verbesserungsvorschläge für Bus- und Bahnverbindungen sowie das Naherholungsgebiet Heidbergsee diskutiert und in die Fachausschüsse gebracht. Die seien nun auf dem Wege, sagte Lorenz Sieben, stellvertretender Schülersprecher des Gymnasiums Raabeschule, zur Begrüßung.

Nun wurde sich in zwei Gruppen den Themenfeldern freies Wlan und Jugendveranstaltungshalle gewidmet. Engagiert aber sachlich erörterten die Teilnehmer die aus ihrer Sicht wichtigen Punkte. Ausgehend von Grundfragen wie „Wer soll die Halle nutzen, wer soll das organisieren?“ wurden am ersten „Runden Tisch“ Aspekte wie Barrierefreiheit, Sponsoring oder Werbemöglichkeiten festgehalten.

Strapazierbares Wlan

Sehr strukturiert auch das Gespräch in der Wlan-Gruppe. Auf Lorenz Siebens Vorschlag, zunächst den Status Quo anhand von Pro- und Kontra-Punkten festzuhalten, wurde differenziert und detailliert auf Vor- und Nachteile einzelner Forderungen eingegangen. So möchten die Jugendlichen auf der einen Seite keine Limits und ein möglichst strapazierbares Wlan, andererseits wies Hilko Boeckhoff vom Freifunk BS auf den derzeit vieldiskutierten Aspekt der Datensicherheit hin: „Wenn McDonald's ein Netz anbietet, ist das vielleicht kostenlos, aber bestimmt nicht frei.“ Am Ende des Nachmittags wurden die jeweiligen Gruppenergebnisse präsentiert

„Es geht hier darum, eine Basis zu schaffen. Die Prüfung der Machbarkeit liegt natürlich nicht in unserer Hand“, sagte Marion Düe von der städtischen Abteilung Jugendförderung. „Toll ist, mit welchem Engagement sich die Jugendlichen hier reinknien. Es ist schon etwas anderes, wenn die Ideen hier, anders als bei der Jugendkonferenz, von den Jugendlichen selbst kommen. Das stößt in der Politik schon auf offene Ohren.“

Das Jugendforum ist Teil des Braunschweiger Beteiligungskonzepts „bs4u“. Dieses steht für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren. Kinder und Jugendliche kommen als Experten in eigener Sache zu Wort und können ihre Vorstellungen einbringen. Um Jugendlichen eine Plattform zu bieten, wurden 2011 und 2013 Jugendkonferenzen durchgeführt. „Hieraus ist das Jugendforum hervorgegangen. Die Jugendlichen haben mitgeteilt, dass ihnen Konferenzen im Zweijahresrhythmus zu wenig seien, dass ein ständiges Beteiligungsinstrument gebraucht werde“, erzählt Marion Düe. Daraufhin wurden im Jugendhilfeausschuss des Rates mögliche Formen vorgestellt. Dem Vorschlag zum zweimal jährlich stattfindenden Forum hat der Rat mit einjähriger Probephase beschlossen.

Etwas mehr als ein Dutzend Teilnehmer hätte man dem Jugendforum unter dem Strich gewünscht. Marion Düe sieht das gelassen: „Es sind jetzt nicht massenhaft Jugendliche hier. Die hier sind, sind allerdings sehr interessiert. Es gibt also ein zartes Pflänzchen, das wächst.“
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