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Eine offene Tür für Respekt und Toleranz

Weihten das Denkmal ein: Thorsten Jablonski, Werkleiter, Ulrich Markurth, Oberbürgermeister, Madeline Hapka, Auszubildendenvertretung, Maren Becker, Ideengeberin, Sally Perel, Mathias Möreke, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender (v.l.). oh
Sally Perel und Schirmherr OB Markurth enthüllen ein Denkmal bei Volkswagen in Braunschweig. Braunschweig, 09.05.2015. Ein deutlich sichtbares Zeichen setzte Volkswagen Braunschweig am Donnerstag für Respekt und Toleranz. Im Stammwerk an der Gifhorner Straße weihte das Unternehmen ein Mahnmal für Respekt und Toleranz ein.

Das 500 Kilogramm schwere Objekt besteht aus Corten-Stahl und zeigt das Motiv einer offenen Tür. Teilnehmer waren auch Namensgeber Sally Perel sowie der Schirmherr des Sally-Perel-Preises Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Nach der Einweihung traf sich die Jury zur Nominierung der diesjährigen Sally-Perel-Preisträger.

„Bei Volkswagen in Braunschweig arbeiten Menschen aus mehr als 30 Nationen kollegial Hand in Hand zusammen. Ohne gegenseitigen Respekt und Toleranz ist das nicht möglich. Als global tätiges Unternehmen sind wir diesen Werten fest verpflichtet. Wir haben keinen Platz für Rassismus, Nationalismus oder die Verunglimpfung von Menschen anderen Glaubens“, sagt Josef Löffler, Personalleiter Volkswagen Braunschweig.

Das Motiv des gut zwei Meter hohen und etwa einen Meter breiten Denkmals, die geöffnete Tür, geht auf die Idee der Schülerin Maren Becker zurück. Sie hatte sich im vergangenen Jahr erfolgreich für den jährlich durch Volkswagen Braunschweig ausgeschriebenen Sally-Perel-Preis beworben. Der Namensgeber hat den Nationalsozialismus als Jude und Auszubildender bei Volkswagen Braunschweig „unter der Haut des Feindes“ überlebt. Der 90-jährige Sally Perel ist als unermüdlicher Aufklärer über die Schrecken des sogenannten „Dritten Reichs“ regelmäßig zu Gast in Braunschweig. Zuletzt anlässlich von Dreharbeiten für eine Dokumentation mit dem Moderator Markus Lanz.

„Nach zahlreichen Aktionen, wie zuletzt der Kundgebung gegen Bragida, setzen wir durch dieses Denkmal unser Engagement für Respekt und Toleranz fort. Im Werk Braunschweig und darüber hinaus soll es keine verschlossenen Türen geben“, sagt Mathias Möreke, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender.
Durch zahlreiche Maßnahmen haben Werkmanagement und Betriebsrat von VW Braunschweig ihren Einsatz für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft bekräftigt. Herausragende Beispiele dafür sind die Betriebsvereinbarung zum partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz und die Ausschreibung des Sally-Perel-Preises für Respekt und Toleranz.

Der Sally-Perel-Preis wird seit 2013 jährlich von Volkswagen Braunschweig an junge Menschen verliehen. Bisherige Preisträger waren beispielsweise die „Töne Braunschweigs“ mit einem musikalischen Projekt oder Schülerinnen der IGS Volkmarode, die einen Flashmob für ein friedliches Miteinander organisiert haben.
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