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Eine leise Wahlkampfreise

SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier besuchte am Donnerstag den Solaranlagenhersteller Solvis

Von Marion Korth

Braunschweig. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier auf Wahlkampf- und Informationsreise quer durch die Republik. Am Donnerstag war er beim Solarheizsystemhersteller Solvis. „Ein Unternehmen, wo die Arbeitsplätze von morgen entstehen“, sagt er.

Die Stationen seiner Reise geben eine Antwort darauf, wie er, sollte er die Bundestagswahl am 27. September gewinnen“, es sich vorstellt, in zehn Jahren vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. Sein Blick ist auf die „innovativen Unternehmen“ und auf Forschungseinrichtungen gelenkt, wo zukunftsfähige Techniken produziert beziehungsweise entwickelt werden.
Wolfgang Niemsch stellt die Kooperationsinitiative Maschinenbau vor, die Solvis und mehr als 20 andere Unternehmen in einer engen Zusammenarbeit verbindet. Das geht hin bis zur Überlassung von Fachkräften, wenn es irgendwo „brennt“. Steinmeier urteilt später: „Ein Vorbild für alle Regionen.“
Kein Wahlkampf der großen Töne. Steinmeier redet wenig, aber er hört zu. Konzentriert, wie es scheint. Zwischendurch immer wieder ein schlagfertiger Einwurf und dann eine Frage. Klar und präzise. „Sind es die steigenden Energiepreise oder die Marktanreizprogramme, die Hausbesitzer zum Umrüsten ihrer alten Heizanlagen bringen“, will er von Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger etwa wissen. „Beides“, sagt der. Würden in Zukunft jährlich sechs statt bisher drei Prozent der mehr als 20 Jahre alten Anlagen ausgetauscht, dann würde das, so Jäger, 100 000 neue Arbeitsplätze bringen. Er zeigt an einem Beispiel aus Salzgitter, dass es keine Zauberei ist, mit einer sonnenkraftgestützten Heizanlage mehr als 50 Prozent herkömmlicher Energie einzusparen.
Bei der Betriebsführung – die Bundestagsabgeordnete Dr. Carola Reimann stets an seiner Seite – lässt sich Steinmeier die Laserschweißanlagen und die Roboterstraße zur Kollektorenherstellung zeigen. Hinter ihm, vor ihm, neben ihm Journalisten, Fotografen, Kameraleute. Zwischendurch sucht Steinmeier den Blick der Fotografen, bleibt an jeder Station stehen, bis alle ihre Bilder haben. Wahlkampf im 21. Jahrhundert. Danach geht’s weiter Richtung Göttingen, zum Max-Planck-Institut.
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