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Eine Brücke zur Industrie

IHK verleiht zum 25. Mal Technologietransferpreis an Forscher des Fraunhofer-Instituts

Von Jens Radulovic, 15.11.2009

Braunschweig. Den mit 10 000 Euro dotierten Technologietransferpreis der Industrie- und Handelskammer erhielten in diesem Jahr Forscher des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST für die Entwicklung von diamantbeschichteten Keramikdichtungen.

Die IHK verlieh ihren Preis zum 25. Mal an Forscher, die sich besonders um den Technologietransfer in die Industrie verdient gemacht haben. Dr. Lothar Schäfer, Leiter der Abteilung „Diamanttechnologie“ beim IST, und Dr. Markus Höfer, Projektleiter in der Abteilung, erhielten die Auszeichnung für die Entwicklung, Anwendung und den Transfer von „DiaCer“, eines Werkstoffverbundes diamantbeschichteter Keramiken.
Aufbauend auf ihren Forschungsergebnissen führten die Preisträger in enger Zusammenarbeit mit den Firmen Burgmann Industries und Condias die Idee keramischer Gleitringdichtungen bis zur Produktionsreife. „Gleitringdichtungen dienen zur Abdichtung rotierender Wellen“, erklärt Höfer. Durch die Beschichtung von keramischen Dichtungskörpern mit einer nur wenige Mikrometer dicken Diamantschicht entstehe ein neuer Hochleistungs-Werkstoffverbund mit einzigartigen Eigenschaften, wie zum Beispiel höchstmöglichem Verschleißwiderstand.
Der Kontakt zu Condias bestand bereits seit der Ausgründung der Firma aus der IST-Abteilung Diamanttechnologie. Im Zuge des Technologietransfers erreichte Condias die internationale Marktführerschaft bei der Herstellung diamantbeschichteter Gleitringdichtungen. Burgmann Industries setzt seit 2006 die vom IST entwickelte Beschichtungs- und Anlagentechnologie industriell um.
IHK-Präsident Schmid nahm die Jubiläumsveranstaltung zum Anlass zurückzublicken: „Wir haben vor 25 Jahren mit dem Technologietransferpreis als Erste den Transfervorgang mit einem Preis gewürdigt.“ In den folgenden Jahren hätten 67 Preisträger mit insgesamt 32 Transferobjekten Preisgelder von mehr als 210 000 Euro erhalten. Er wünsche sich eine breitere Brücke zwischen Forschung und Industrie, der Preis solle dazu beitragen, so Schmid weiter.
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