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Eine besondere Beziehung

Ferdinand K. Piëch trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Links seine Ehefrau Ursula und der Vorsitzende des Vorstandes, Martin Winterkorn. Rechts Oberbürgermeister Gert Hoffmann. (Foto: Foto: T.A.)

Der VW-Aufsichtsrats-Vorsitzende Ferdinand K. Piëch ist seit gestern neuer Ehrenbürger.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 29.01.2014.

Oberbürgermeister Gert Hoffmann verlieh ihm den Ehrenbürgerbrief in der Dornse.

Zwei, die sich offensichtlich mögen: die Stadt Braunschweig und Hon.-Prof. Dr. techn. h. c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch – so der offizielle Titel in der Gästeliste. Im Namen der Stadt sprach der Bürgermeister von einer „großen Ehre und Freude“, und der Geehrte selbst gab seinerseits so viel Lob zurück, dass der Eindruck entstehen konnte, er würde direkt wieder nach Braunschweig ziehen wollen.
Rund 200 Menschen waren eingeladen, Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D., hielt die Festrede und im Anschluss hatte Ursula Piëch in die VW-Halle zum Abendessen gebeten. Ein eindrucksvoller Festakt, ein glanzvoller Abend.
„Der VW-Konzern baut auf Kompetenz made in Braunschweig“, bestätigte Ferdinand K. Piëch den hohen Stellenwert des VW-Standortes Braunschweig.
„Vom lokalen Ausbildungsbetrieb zum unverzichtbaren Systemlieferanten für den gesamten Konzern“, fasste er die Entwicklung des Werkes zusammen.
Zuvor hatte der Oberbürgermeister an die Krisenzeiten von Volkswagen erinnert. „Wir wissen alle noch zu genau, was damals hier bei uns los war“, blickte er zurück, „um das Ringen für unser Werk Braunschweig.“ In dieser für das Unternehmen schwierigen Phase habe Ferdinand Piëch mit seinen strategischen Konzepten und Umstrukturierungsmaßnahmen das Unternehmen wieder nach oben gebracht. „Für die Stadt war es von entscheidender Bedeutung, dass das Werk Braunschweig nicht nur erhalten und bei Volkswagen gehalten werden konnte, sondern, dass mittlerweile die Beschäftigungszahlen auf über 8000 gestiegen sind.“
Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder betonte, dass in der damaligen Krise nur Ferdinand K. Piëch das Ruder habe rumreißen können. „Innerhalb von zehn Jahren haben Sie das Unternehmen grundlegend saniert und völlig neu ausgerichtet. Und das ohne große Stellenstreichungen“, betonte Schröder. „Auch deshalb hatten Sie die Arbeiter immer an Ihrer Seite“, fügte er hinzu.
Die Volkswagen Financial Services AG, der Flughafen, die Volkswagenhalle, das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik, die Förderung zahlreicher Veranstaltungen – „alles das sind Wirkungen der Tätigkeit von Herrn Professor Piëch“, betonte Hoffmann. Und – ganz wichtig für die Entscheidung zur Ehrenbürgerschaft – sei auch die Tatsache, dass die Familie Piëch von 1997 bis 2002 in Braunschweig gewohnt hat. „Und wir Braunschweiger wissen, wie stark gerade auch Frau Piëch an Braunschweig hängt und in Engagement ausgedrückt hat“, betonte der Oberbürgermeister.
Und dieses Engagement sei auch an diesem Abend zu spüren. Denn die Stadt hätte nach dem Festakt nur ein Abendessen im kleinsten Kreis finanziert. „Ich mache das“, habe Ursula Piëch sofort gesagt, „ein Abendessen – und zwar für alle.“
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