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Ein Quartier will strahlen und aufblühen

Zur Einweihung der beleuchteten Pflanztröge und Bäume kamen auch Firmenvertreter, die mit ihren Sponsorenbeiträgen einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung geleistet haben. Für die Anschaffung der Blumenkübel wurden etwa 36 000 Euro ausgegeben. Vorn von links (sitzend): Frank Pape, Vorsitzender des Vereins „Die Altstadt Braunschweig“, Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Frank Pietruska, Vorsitzender Haus+Grund (Träger des KiQ-Projekts) und Jürgen Wolff, Vereinsvorsitzender „IG Friedrich-Wilhelm-Viertel“. T.A.
 
Die Friedrich-Wilhelm-Straße.

Die Kooperation privater Eigentümer und Geschäfte trägt in der Friedrich-Wilhelm-Straße Früchte.

Von Martina Jurk, 10.09.2014.

Braunschweig. Das Quartier um die Friedrich-Wilhelm-Straße hat Nachholbedarf. Das Image soll aufgewertet werden, wofür Investitionen nötig sind. „Die Kooperation unter den Anliegern und Geschäften muss weitergehen“, meint Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer.

Die Kooperation im Quartier mit privaten Eigentümern – kurz KiQ genannt – ist eines von 15 Bundesmodellvorhaben des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) des Bundesbauministeriums. Im Rahmen des KiQ-Projekts sei bereits viel erreicht worden, so Leuer. Er sagte die weitere Unterstützung der Aktivitäten zur Quartiersentwicklung zu, „auch wenn die Bundesförderung für das KiQ-Projekt im nächsten Jahr ausläuft“.

An wichtigen Aufgaben, wie zum Beispiel an der Verbindung zwischen Friedrich-Wilhelm-Platz und Volkswagenhalle/Bürgerpark über das Gelände der Nord/LB/Landessparkasse arbeite die Verwaltung intensiv. Daneben stünden noch weitere Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen auf der Agenda, wie der Wendehammer Wallstraße, die Lindentwete und die Sonnenstraße, mit denen das Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität der westlichen Innenstadt Schritt für Schritt verbessert werden sollen.

Die Braunschweiger KiQ-Projektpartner haben mehrere Handlungsbausteine entwickelt, wie Quartiersforen, die zur Information, Aktivierung und Mitwirkung von Eigentümern und Geschäftsinhabern dienen, Einrichtung und Betrieb einer Leerstandsbörse für Wohnen und Gewerbe sowie kostenlose Architektenberatung für Hauseigentümer, mit deren Hilfe sichtbare Verbesserungen im privaten und öffentlichen Bereich aufgezeigt und umgesetzt werden sollen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Stadtsanierungen seien im KiQ-Projekt die privaten Eigentümer in besonderer Weise gefordert, selbst aktiv zu werden, um in Zusammenarbeit mit Haus+Grund, den Quartiersvereinen und der Stadt eine Aufwertung und Imageverbesserung eines ganzen Quartiers auf den Weg zu bringen. Heinz-Georg Leuer: „Es wird erwartet, dass die Partner sich auf das Machbare verständigen und private und öffentliche Investitionen aufeinander abgestimmt realisieren.“ Dies sei angesichts der Vielzahl von Beteiligten eine komplexe und zeitaufwendige Aufgabe. Dass es in der Friedrich-Wilhelm-Straße erfolgreich gelungen sei, freue ihn sehr. In den vergangenen drei Jahren standen dem Projekt etwa 170 000 Euro aus Fördermitteln, Eigenbeiträgen und vor allem geldwerten Eigenleistungen der Projektpartner zur Verfügung.
Die Projektpartner, besonders Jürgen Wolff, Sprachrohr des „Kultviertels“ und Vorsitzender des Vereins „IG Friedrich-Wilhelm-Viertel“, konnten in den vergangenen Monaten bei Anliegern der Friedrich-Wilhelm-Straße Sponsorengelder einwerben, die entscheidend waren, um kombiniert mit KiQ-Fördermitteln und Unterstützung der Stadt eine neue Begrünung zu ermöglichen. Zwölf beleuchtete Pflanztröge und Bäume werten jetzt den Fußgängerbereich in der Friedrich-Wilhelm-Straße zwischen Friedrich-Wilhelm-Platz und ehemaliger Oberpostdirektion auf.

Gute Beispiele dieser Art sollen Nachahmer finden: Strukturelle und gestalterische Schwachstellen in den Quartieren sollen durch konstruktive Kooperation aller Beteiligten nach Möglichkeit beseitigt werden. Hier sei in den vergangenen Jahren bereits eine Menge erreicht worden, so Leuer. Dazu gehörten Fassadenerneuerungen in der Sonnenstraße und der Friedrich-Wilhelm-Straße, die Umgestaltung des Bankplatzes sowie des Bereiches Brabandtstraße/Am Bruchtor/Friedrich-Wilhelm-Platz, und die Umgestaltung von Malertwete und Mummetwete. Auch die Kaffeetwete werde umgebaut.
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1 Kommentar
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Cathrin Dühn aus Braunschweig - Innenstadt | 10.09.2014 | 17:42  
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