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Durchbruch nach Lamme

Linienbusse mit ihrer Breite von gut zweieinhalb Metern können die Schleuse problemlos überfahren, normale Autos würden hineinrutschen und auf dem mittigen Betonklotz aufsetzen. T.A.

Eine Busschleuse ermöglicht die Weiterfahrt der Buslinie 418.

Von Andreas Konrad, 14.05.2016.

Braunschweig. Etwa vier Jahre haben die Bewohner von Lamme für eine bessere Busanbindung gekämpft, jetzt werden sie belohnt. Ab Mittwoch (18. Mai) wird die Line 418 in den stark wachsenden Ortsteil verlängert, ermöglicht durch eine neue Busschleuse am Raffteichbad.

Bislang war am Raffteichbad Endstation für die 418. Nun verkehrt die verlängerte Linie zwischen 7 und 19 Uhr im 30-Minuten-Takt, an Schultagen erweitert um morgens eine und nachmittags zwei Fahrten zur IGS Weststadt, über die Straße im Ganderhals zur Haltestelle Peenestraße. Insbesondere für die Schulkinder sei die neue Linienführung eine große Erleichterung, berichtet Anwohner Jörg Aust, der sich gemeinsam mit dem „Lammer runder Tisch“ für das Projekt stark gemacht hat.
„Es waren gute Gespräche auf Augenhöhe“, so Aust.

Viele Hürden mussten überwunden werden. In dem Gebiet zwischen dem Reitstall am Madamenweg und der Bundesstraße findet in jedem Jahr einer der größten Amphibienwechsel der Stadt mit streng geschützen Arten statt. Die Erneuerung der Straße zwischen dem Parkplatz des Raffteichbades und der B1 wurde deshalb gleich genutzt, um unter ihr Amphibienleitwände und -tunnel einzubauen, berichtet Klaus Berscheidt, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr. „Wir haben uns eng mit Naturschützern abgestimmt, selbt die Fahrzeiten der Busse gehören dazu, da der Amphibienwechsel keine festen Zeiten hat, aber tagsüber sicher nicht stattfindet“, so Berscheidt.

Die Gesamtkosten für Schleuse, Fahrspur, Amphibienschutz und eine Lichtanlage, die exklusiv den Bussen die Ausfahrt auf die B1 freischaltet, sowie Anpassung der Wendeschleife am Ende des Madamenwegs belaufen sich auf rund 550 000 Euro. Verglichen mit einer Schranke oder versenkbaren Pollern aus Sicht von Berscheidt „die wirtschaftlichste Variante“. Schließlich habe man nun eine annähernd wartungsfreie Lösung, die einen stabilen Busbetrieb garantiere.
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