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Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit - Gegenwart der NS- Vergangenheit-

Das Bündnis gegen Rechts hatte zur Gedenkveranstaltung, am Tag der Befreiung von der Nazi- Herrschaft, an der Gedenkstätte Schillstraße eingeladen. An der Schillstraße befand sich von Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 ein Außenlager des Hamburger Konzentrationslagers Neuengamme. Im Konzentrationslager Auschwitz für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich ausgewählte, vorwiegend jüdische Häftlinge mussten hier für die Braunschweiger Automobilfirma Büssing-NAG Zwangsarbeit leisten. Daher ist dieser Ort von historisch entscheidener Bedeutung.
Der 8. Mai ist vor allem ein Tag der Erinnerung, an das was Menschen unter deutschem Faschismus erleiden mussten.
Der Vorsitzender der Ratsfraktion und Sprecher des Braunschweiger Bündnisses gegen Rechts Udo Sommerfeld, sprach an diesem Tag, warum Erinnern auch nach 72 Jahren sehr wichtig ist.

„Diejenigen, die sich ihrer Geschichte nicht bewusst sind, sind häufig nicht in der Lage, die Zukunft zu gestalten“

Udo Sommerfeld ging auch auf die Aktualität des Wiedererstarkens der rechten Gesinnung ein, in dem er auf die Wahlen in Frankreich Bezug nahm. Er beendete seine Eröffnungsrede, in dem er betonte, dass so ein Verbrechen nie wieder weder vom deutschen Boden noch anderswo ausgehen darf.
Die Vorsitzende des Arbeitskreises Andere Geschichte, Martina Staats hob die Wichtigkeit des aktiven und gemeinsamen Erinnerns hervor. Hierfür sei ein „Kompetenz- und Partizipationsorientiertes Geschichtslernen“ von immenser Bedeutung. Es sei wichtig eine „ gegenwartorientierte Geschichtsbildung“ zu ermöglichen. Diese setze aber voraus, dass man über die eigene Geschichte genau „unangreifbar“ Bescheid wissen muss. Auch Frau Staats hat auf die Aktualität der NS-Vergangenheit hingewiesen. Rechtsextreme haben in der vergangenenWoche, wie im vergangenen Jahr, die Gedenktafeln überschmiert.

Im Anschluss hat Thorsten Stelzner zwei Gedichte vorgetragen mit den Titeln, die letzte Schlacht und das arme Schwein.

Zum Schluss wurden Kränze niedergelegt, die Kränze wurden unter anderem von Vertretern des Verbandes der Verfolgten NS-Regimes, des Bündnisses gegen Rechts , des DGB und der IG Metall Braunschweig niedergelegt.
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