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Die Welt ganz in Grün

Der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen vor dem Schloss

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Leicht gebräunt, gut frisiert, schicker Anzug – Jürgen Trittin hält Hof. Smart wie immer steht er vor dem Braunschweiger Schloss und diskutiert mit „seinem Volk“.

Und das kann der Grüne Spitzenkandidat sehr gut. Eloquent und souverän beantwortet er alle Fragen, lässt sich nicht drängeln, nicht ins Wort fallen, weist zurück und zurecht. Denn der Mann glänzt mit Detailwissen, und das macht fast jede Antwort zu einer kleinen Lehrstunde.
Nach dem Sinn von deutschen Soldaten in Afghanistan fragt ihn eine Passantin und fordert den sofortigen Abzug. „Lassen Sie uns das mal durchspielen“, nimmt Trittin die Frage auf, „die Gewalt würde sofort explodieren, als erstes müssten wir unsere sämtlichen Entwicklungshelfer evakuieren, die Nachbarländer würden mit Flüchtlingen überflutet.“ Die Frau nickt überzeugt. „Für Frieden in Afghanistan müssen wir Deutschen unser Wort halten und die Polizei ausbilden, das haben wir versprochen und bislang nicht gehalten.“
Es sind nur wenig Menschen, die an diesem schönen Dienstagmittag Zeit für Jürgen Trittin haben, aber das stört ihn offensichtlich nicht. Er wirkt sehr lebendig, interessiert, engagiert. Vor allem beim Thema Energie. „Die ältesten sieben Kraftwerke könnten wir bereits locker abstellen und hätten immer noch mehr Energie in den Netzen, als wir verbrauchen“, freut er sich über den Erfolg erneuerbarer Energien, die mit den Grünen in der Regierung noch deutlich mehr eingesetzt würden. Eine Wunsch-Wahlprognose gibt er auch noch ab: „Die absolute Mehrheit für Grün.“
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