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Die CDU: „Hellwach und mittendrin“

Bei ihrem Kreisparteitag am Donnerstag schworen sich Braunschweigs Christdemokraten auf den Wahlkampf ein.

Von Christoph Matthies, 11.08.2013.

Braunschweig. Am Donnerstag traf sich die CDU zu ihrem Kreisparteitag. In den Räumen der Firma ckc am Alten Bahnhof stand neben einigen Personalentscheidungen natürlich die Bundestagswahl am 22. September im Mittelpunkt.

Heidemarie Mundlos gab sich in ihrer Rede betont kämpferisch: „Die CDU ist hellwach und mittendrin. Lassen Sie sich nichts anderes einreden“, rief die Kreisvorsitzende den Parteifreunden zu, und legte, die „Doppelzüngigkeit der politischen Mitbewerber“ im Blick, aggressiv nach: „Im Wahlkampf müssen auch wir als CDU mal die feinen Handschuhe ausziehen und Klartext reden.“ Das tat Mundlos dann auch sogleich, als sie die rot-grünen Steuerpläne oder den jüngst in die Schlagzeilen geratenen „Veggie-Day“ der Grünen ins Fadenkreuz nahm.
Vor der Kreisvorsitzenden hatte bereits Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann das Wort erhoben. Dabei erläuterte er seinen Vorschlag, die Wahl des Oberbürgermeisters im kommenden Jahr mit der Europawahl im Mai zusammenzulegen und sich schon früher zur Ruhe zu setzen. „Diese vier Monate weniger sind keine Fahnenflucht, schon gar nicht aus inhaltlichen Gründen“, erteilte Hoffmann den Mutmaßungen von Bibs und Grünen, er wolle den Bankrott nicht mehr erleben und sei amtsmüde, eine Abfuhr.
Nach Worten des Bedauerns über die Absage seines „Kronprinzen“ Ulrich Stegemann als Oberbürgermeisterkandidat fand der 67-Jährige dann sogar respektvolle Worte für den Amtsbewerber der SPD. „Ulrich Markurth ist ein starker Kandidat und ein sympathischer Mensch. Er ist schwer zu schlagen, aber nicht unschlagbar“, so Hoffmann, der auf Rückenwind für die CDU durch die Bundestagswahl hofft. Der Kandidat der Union soll durch eine Findungskommission vorgeschlagen und Ende November von den Parteimitgliedern nominiert werden.
Zunächst aber möchte Carsten Müller am 22. September wieder für die CDU in den Bundestag einziehen. „Wir sind mit vollem Tank und drei Viertel Gas unterwegs“, beschrieb der Jurist seine Eindrücke vom bisherigen Wahlkampf: „Beim Mitbewerber scheint das Gaspedal ein bisschen zu klemmen.“ Die CDU stehe für Stabilität, was sich etwa an den niedrigen Arbeitslosenzahlen ablesen lasse. Vom taktischen „Verleih“ der Zweitstimme an die FDP riet Müller ausdrücklich ab.
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