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Der Bürgerpark bleibt vorerst, wie er ist

Insbesondere der Entwurf der Arbeitsgruppe um (v.l.) Erdal Drogul, Peter von Klitzing und Hendrik Welp, der einen „Parkway“, eine temporär geöffnete Straße durch den Park, thematisierte, wird kontrovers diskutiert. Foto: Konrad

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer nimmt Stellung zu Ideen von Braunschweiger Architekten.

Von Andreas Konrad, 14.03.2018.

Braunschweig. Soviel Aufmerksamkeit wurde dem Bürgerpark lange nicht zuteil. Eine Braunschweiger Gruppe vom Bund Deutscher Architekten (BDA) hatte sich der Grünanlage angenommen und neue Ideen präsentiert (wir berichteten) – die Resonanz war enorm. Auch Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer hat inzwischen Stellung bezogen.

„Ehrlich gesagt haben wir mit solch großer Resonanz nicht gerechnet. Der BDA Braunschweig veranstaltete in den letzten Jahren zahlreiche Workshops, um mit seinen Entwurfsideen und den damit verbundenen Diskussionsveranstaltungen mit den Verantwortlichen der Stadt Braunschweig und ihren Bürgern in einen öffentlichen baukulturellen Diskurs zu gehen“, bilanziert BDA-Vorsitzender für Braunschweig, Michael Peter.

Das ist gelungen. Während einer öffentlichen Präsentation und auch als Reaktion auf die Berichterstattung gab es viele neue Ideen, aber auch Kritik. Das war gewünscht. „Die Konzeptideen sind eine Momentaufnahme und keine Realisierungsentwürfe, dennoch wünschen wir uns, dass die Verantwortlichen der Stadt Braunschweig bei weiterführenden Überlegungen für das Areal westlich der Theodor-Heuss-Straße einen Städtebaulichen Architektenwettbewerb ausloben“, fasst Peter zusammen.

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer hat sich dazu jetzt zu Wort gemeldet und klargestellt, dass es sich nicht um Planungen oder Vorschläge der Stadt Braunschweig handele. Er selbst sei bei der Präsentation dabei, aber ausdrücklich nicht an der Erarbeitung beteiligt gewesen. „Ich finde es gut, dass Architekten und Planer dieser Stadt sich Gedanken zur Stadtgestaltung machen“, so der Stadtbaurat. Da seien viele interessante Ideen und Anregungen zum gesamten Bereich südlich der Innenstadt vorgetragen worden, die sicher diskutiert werden könnten. „Ich finde den Ansatz gut, Stadtquartiere auch mal ganz neu zu denken – baulich, verkehrlich, strukturell.“

Und auch der Bereich westlich der Theodor-Heuss-Straße, insbesondere Europaplatz und Am Alten Bahnhof, sei ein Thema im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Dafür werde die Verwaltung mittelfristig auch Vorschläge vorlegen, wenn das ISEK verabschiedet sei. Den Bereich östlich der Theodor-Heuss-Straße, insbesondere also auch den Bürgerpark und sein Umfeld (zum Beispiel das Straßennetz), habe die Verwaltung dabei derzeit allerdings nicht im Blick und erarbeite dazu auch absehbar keine Vorschläge und Planungen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt abschließend.
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1 Kommentar
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 14.03.2018 | 16:12  
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