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Decke hat sich abgesenkt

Hausmeister entdeckte gestern Schaden in der Grundschule Heidberg.

Braunschweig (m), 31.08.2011.

Nachdem am Freitag Teile der Akustikdecke im Musikraum der Gaußschule eingestürzt waren, sind nun auch in zwei Räumen der Grundschule Heidberg Schäden festgestellt worden.

Dort haben sich die im vergangenen Jahr im Rahmen des Konjunkturprogramms II angebrachten Akustikdecken um etwa 25 Zentimeter gesenkt. Der Hausmeister hatte dies am Dienstag entdeckt. Die Räume wurden daraufhin sofort gesperrt, die Unterdecken durch Stützungsmaßnahmen gesichert und eine Untersuchung nach den Ursachen eingeleitet. Das Ergebnis steht derzeit noch aus. Die Decke ähnelt in der Bauweise derjenigen im Musikraum der Gaußschule, wurde nach Mitteilung der Stadt aber von einer anderen Firma installiert.
Stadtbaurätin Maren Sommer hat nach diesem erneuten Vorfall angeordnet, dass alle Decken, die an Braunschweiger Schulen im Rahmen des Konjunkturprogramms erneuert wurden, noch vor Unterrichtsbeginn morgen früh durch die Hausmeister einer Sichtprüfung unterzogen werden. „Die Einsatzgruppe ist angewiesen, jede noch so kleine Auffälligkeit an die Bauverwaltung zu melden“, betonte Sommer. „Liegen Auffälligkeiten vor, wird der Raum gesperrt und die Decke wie bereits an der Gaußschule und anderen Liegenschaften der Stadt durch einen externen Sachverständigen untersucht.“

Stadtbaurätin Maren Sommer kündigte zudem an, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, deren Mitglieder sich ausschließlich mit den instabilen Unterdecken befassen werden. Sommer: „Die Sicherheit der Schüler an unseren Schulen duldet keine Risiken, und deshalb werden wir mit absoluter Priorität an diesem Problem arbeiten.“
Unterdessen konnten an den Grundschulen Wenden und Bebelhof, am Lessinggymnasium, in der Kita Prinzenpark sowie in den Jugendzentren Selam und Wenden alle Räume wieder freigegeben werden. Dies ergaben die Untersuchungen der Unterdecken durch einen unabhängigen Sachverständigen, die die Stadt nach dem Vorfall in der Gaußschule in Auftrag gegeben hatte.
An der Gaußschule selbst wurden in acht von zwölf Räumen und in drei Flurabschnitten die Deckenbefestigungen vom Sachverständigen geprüft. Fünf der acht Räume können sofort wieder genutzt werden, da hier ausschließlich Metalldübel verwendet wurden. In den übrigen drei bislang untersuchten Räumen wurden dagegen entweder nur Kunststoffdübel verwendet, die weder zum Untergrund noch zu den Schrauben passen, oder eine Mischung aus Kunststoff- und Metalldübeln. Diese Räume bleiben vorerst geschlossen. Mit dem Abbau der Unterdecken ist bereits begonnen worden. Er nimmt ein bis zwei Wochen in Anspruch; danach sind die betroffenen Räume provisorisch wieder nutzbar. Der Einbau neuer Decken soll in den Herbstferien beginnen.
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