Anzeige

„Das Viertel bleibt bunt“

Rechtsextreme Demonstration verlegt – Rund 300 Menschen demonstrieren gegen Naziparolen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 21.07.2013

Braunschweig. Das Bündnis gegen Rechts hatte zur Demonstration aufgerufen, rund 300 Menschen trafen sich auf dem Frankfurter Platz. Die Botschaft war klar: kein Platz für Nazis.

„Das Viertel bleibt bunt und vielfältig“, begrüßte David Janzen vom Bündnis gegen Rechts die Menschen, „das Westliche Ringgebiet bietet keinen Platz für Nazis und ihre menschenverachtende und rassistische Ideologie“, betonte er. Michael Kleber, Regionsvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), lud in die Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt ein. „Wir informieren dort über die Hintergründe“, kündigte er an. „Die Neonazis werden immer frecher, auch hier in Braunschweig und besonders im Westlichen Ringgebiet“, erklärte er. „Ursprünglich wollten die Neonazis hier auf dem Frankfurter Platz auftreten“, sagte Michael Kleber, „aber mit unserer Veranstaltung in der Awo-Begegnungsstätte haben wir ihre Pläne durchkreuzt.“
Der rechten Gruppierung war ihre angemeldete Demonstration schließlich an der VW-Halle erlaubt worden. „Da sich aber Gegendemonstranten auf den Weg dorthin machten, mussten wir ein Aufeinandertreffen verhindern“, erklärt Polizeisprecher Joachim Grande. Nach Gesprächen mit der Polizei und Vertretern der Stadt seien die rund 30 Rechtsextremen auf den Welfenplatz ausgewichen. „Dort haben sie rund 45 Minuten gestanden, ohne dass die Öffentlichkeit von ihnen überhaupt Notiz genommen hat“, sagt Grande.
„Ein großer Erfolg für das Bündnis gegen Rechts“, ordnet Michael Kleber ein. Er habe aufgrund der Ferienzeit mit nur rund 50 Teilnehmern gerechnet, dass mehr als 300 Menschen gekommen waren, sei ein gutes Zeichen. Das Bündnis und die Anwohner hatten prominente Unterstützung: Ratsmitglieder der Grünen und der Piraten waren gekommen, der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann, IG-Metallchef Michael Kunkel und VW-Betriebsratsvorsitzender Jürgen Fritsch. „Jedes Mal, wenn die Nazis in Braunschweig eine öffentliche Kundgebung oder einen Aufmarsch durchgeführt haben, waren Hunderte, manchmal Tausende auf den Straßen, die protestiert haben“, sagte David Janzen, „und das wird auch in Zukunft so sein. Hier gibt es keinen Platz für Nazis.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.