Anzeige

„Das ist eine tolle Sache“

Karstadt: Kaufvertrag unterzeichnetr – Aufatmen in Braunschweig.

Von Marion Korth, 09.06.2010

Braunschweig. Die Entscheidung ist gefallen, Karstadt soll an den US-deutschen Investor Nicolas Berggruen verkauft, der Konzern in seiner Gesamtheit damit gerettet werden. Am Dienstagnachmittag hat Berggruen den Vertrag unterzeichnet. „Eine tolle Sache, wir freuen uns“, sagte Adolf Trill, Chef der Karstadthäuser in Braunschweig. „Wir haben die Hoffnung, dass es jetzt weitergeht und die drei Standorte in Braunschweig erhalten bleiben.“

Auch Verdi-Gewerkschaftssekretär Freddy Pedersen ist zuversichtlich: „Dies ist ein Signal, das nach vorn zeigt.“ Die Beschäftigten könnten erst ein Mal aufatmen. „Wir sehen gute Perspektiven zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze.“
Von Verdi war der Verkauf an Berggruen als Lösung favorisiert worden. „Wir als Gewerkschaft haben mit diesem Investor in anderen Bereichen, wo es auch um die Restrukturierung von Unternehmen ging, gute Erfahrungen gemacht“, erläuterte er. Berggruen habe sich bislang als „verlässlicher Partner“ erwiesen. Die Verkaufsentscheidung sei eine gute Plattform zur Weiterentwicklung des Unternehmens. Das sei wichtig angesichts der Herausforderungen, vor denen der Einzelhandel ohnehin stehe.
Die Essener Warenhauskette Karstadt hatte vor knapp einem Jahr Insolvenz angemeldet. Am Montag hatte der Gläubigerausschuss die Entscheidung für Berggruen bekanntgegeben. Bedingungen, um den Kauf perfekt zu machen, sei die Einigung mit Vermieter Highstreet und die Zustimmung des Kartellamtes.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.