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Containerlösung: Nicht billig, aber flexibel

Zum Schuljahr 2011/12 sind 400 neue Plätze in der Schulkindbetreuung entstanden – Auch dort, wo es eng ist.

Von André Pause, 18.12.2011.

Braunschweig. Immer wieder schreiben die Schüler der Grundschule Hinter der Masch den Buchstaben „R“ in ihr Übungsheft. Das gelingt ihnen schon sehr gut. „Genug getan“, denken sie wohl und fragen, ob sie den offiziellen Besuch begleiten dürfen.

Sozialdezernent Ulrich Markurth zeigte Pressevertretern bei einer Rundfahrt und dem Besuch dreier Einrichtungen die Fortschritte in Sachen Schulkindbetreuung, wie der Rat sie gefordert hat. Rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres sind in Braunschweig insgesamt 400 neue Betreuungsplätze in Einrichtungen der Schulkindbetreuung (316 Plätze) sowie in Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS, 84 Plätze) geschaffen worden. Die Versorgungsquote ist damit auf 33,7 Prozent gestiegen.
„Wenn die Betreuungszeit von den Eltern nicht bezahlt werden muss, dann wird das Angebot natürlich stärker genutzt. Es werden täglich mehr Kinder. Wir haben damit einerseits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Blick, auf der anderen Seite geht es nicht nur um Aufbewahrung, sondern Betreuungssituationen zu schaffen, die den Stadtteil, die jeweilige bauliche Situation, aber auch die Nachbarschaft und die Jugendzentren im Blick haben“, sagt Markurth. Neue Konzepte der räumlichen Unterbringung der Betreuungsangebote hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt. So seien für vier Grundschulen, an denen bisher aufgrund fehlender Räume keine Betreuungsangebote eingerichtet werden konnten, sogenannte Klassenraum-Container angeschafft und aufgestellt worden. Ein Exemplar mit 48 Quadratmetern kostet 90 000 Euro. Nicht eben wenig, dafür aber eine hochflexible Lösung, denn die Container können jederzeit dorthin versetzt werden, wo sie gerade gebraucht werden.
„Die durchweg positiven Rückmeldungen der Kinder, der Betreuungskräfte und der Eltern sind ein Beleg für die hohe Qualität dieser Unterbringungsart“, so Markurth. In Volkmarode und Stöckheim sind die Container schon jetzt nicht mehr wegzudenken. Während im Braunschweiger Osten gleich mehrere im Einsatz sind, reicht an der Grundschule Stöckheim einer. Über Nachteile im Vergleich zu Räumen in festen Gebäuden kann Daniela Klatt, Leiterin der Schulkindbetreuung Stöckheim, noch nicht berichten. „Also ich fühle mich ganz wohl hier, das Klima stimmt, und was man gar nicht glaubt: es wird auch schnell warm.“ Einziges Manko bliebe der etwas trostlose Anblick. Doch auch dafür ist, zumindest in Stöckheim, bereits eine Lösung gefunden: „Bis Ostern werden Platten an den Container angebracht, die dann individuell verschönert werden“, betont Petra Kusatz, Vorsitzende des Trägers Jugendzentrum Stöckheim.
Ein anderer Weg zur Schaffung zusätzlicher Räumlichkeiten wurde für die Grundschule Hinter der Masch beschritten. Hier ist ein separater Gebäudeteil des St. Elisabeth-Heims angemietet worden, in dem mittlerweile 20 Kinder der Grundschule Hinter der Masch betreut werden.
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