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Chef und Bürger: Hand in Hand

Verleihung des Sozialtransferpreises der IHK (vordere Reihe v. l.): Christian Striese (Goes Holzbau GmbH), Kurt Jürgen Jainz (Hansa GmbH & Co. Mietservice KG), Miriam Herzberg (Eintracht Braunschweig), Gabriela Schimmel-Radmacher (Öffentliche Versicherung), Helmut Streiff (IHK-Präsident); hintere Reihe (v. l.): Markus Meyer (Diakonie im Braunschweiger Land), Jörg Seidel (AWO Kreisverband Braunschweig), Professor Reza Asghari (Ostfalia Hochschule), Klaus-Peter Bachmann (Landtagsvizepräsident), Harald Tenzer
 
Gabriele Lösekrug-Möller. Foto: IHK

Die IHK verleiht den siebten Sozialtransferpreis: 20 000 Euro für soziale Organisationen

. Von Ingeborg Obi-Preuß, 04.06.2016.

Braunschweig. Das Projekt „Lernort“ von Eintracht Braunschweig ist gestern mit dem Sozialtransferpreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Höhe von 10 000 Euro ausgezeichnet worden.

Auf den weiteren Plätzen liegen mit jeweils 5000 Euro das Waldforum Riddagshausen und die Öffentliche Versicherung sowie „Salzgitter-Steterburg wird attraktiv“ mit den Unternehmen Goes Holzbau GmbH und Hansa GmbH. Die Preisgelder fließen ausschließlich in die sozialen Organisationen.
„Ich war anfangs skeptisch“ sagte IHK-Präsident Helmut Streiff bei der Verleihung, „ich dachte, nur die großen Unternehmen werden den Preis erhalten. Es ist genau andersrum gekommen.“ Die Idee von Harald Tenzer (Juryvorsitzender) habe sich mehr als bewährt.


„Es stimmt, dass das soziale Engagement unserer Unternehmer noch immer zu wenig bekannt ist“, sagte Gabriele Lösekrug-Möller. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hob in ihrer Festrede die Bedeutung des IHK Sozialtransferpreises hervor.
„Und, da ich schon einmal hier bin, erlauben sie mir ein wenig Werbung in eigener Sache“, sagte sie und erzählte sehr charmant aus „ihrem“ Ministerium und dem Engagement für CSR.

„CSR, kurz für Corporate Social Responsibility“, sei fast plattdeutsch, scherzte sie, deshalb würden die Niedersachsen das besonders gut verstehen.
Und sie lud die Unternehmer ein, sich für den CSR-Preis der Bundesregierung zu bewerben. „Es sollen herausragende Beispiele gesellschaftlicher Verantwortung honoriert werden und zur Nachahmung motivieren: Ausgezeichnet werden Unternehmen, die vorbildlich faire Geschäftspraktiken und eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik umsetzen, natürliche Ressourcen sparsam nutzen, Klima und Umwelt schützen, sich vor Ort engagieren und Verantwortung auch in der Lieferkette übernehmen“, erklärte sie, „bewerben Sie sich bis zum 30. Juni“, lud sie ein. Auch eine Anmeldung zum nächsten CSR-Praxistag am 30. Juni in Berlin sei noch möglich.

Auf die Anfänge des Braunschweiger IHK Sozialtransferpreises hatte Harald Tenzer während der Pressekonferenz zurückgeblickt. „Die Finanzkrise 2008 hatte zu Recht zu starker Kritik an den Finanzmanagern geführt“, erinnerte er, „aber diese Kritik weitete sich auf das gesamte Unternehmertum aus.“
Dagegen habe er ansteuern wollen. „Ich wusste ja um das soziale Engagement vieler Unternehmer“, erzählte Tenzer, aber das sei nur wenig bekannt gewesen. „Mit dem Sozialtransferpreis wollten wir vor allem den Mittelstand bitten, Flagge zu zeigen“, erläuterte er die Idee.

Das hat offensichtlich geklappt. Seit der ersten Verleihung im Jahr 2010 wurden 23 Projekte mit insgesamt 136 000 Euro unterstützt, die von Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. IHK-Präsident Helmut Streiff dankte diesen Sponsoren, der neunköpfigen Jury und den Unternehmen, die mit ihren Spenden die Verleihungsfeier ermöglichten.
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