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BürgerInnen für Glyphosat-Verbot/ Bitte schreiben sie der neuen CDU Agrarministerin Klöckner

Julia Klöckner war richtig stinkig. Am Dienstag stellte die CDU-Agrarministerin in Berlin ihre Glyphosat-Strategie vor. Und die ist einfach zu schwach. Die Nutzung des Ackergifts soll nur an einigen Stellen eingeschränkt werden, von einem Verbot hält Klöckner nichts.[1]

Konfrontiert mit unserer Kritik, reagiert die Ministerin innerhalb von Minuten.
Auf Twitter schimpft sie über „Massenmailerei“ und laute Proteste.[2]  

Dabei sollte sie uns zuhören. Wir sind Bürger und Bürgerinnen, die individuelle und gute Gründe für ein Glyphosat-Verbot haben. Die schicken wir der Ministerin jetzt auch zu!
Schreiben Sie Klöckner jetzt Ihren Grund, warum Sie von ihr ein Glyphosat-Verbot erwarten. Ihre Botschaft wird ankommen – und sich mit tausenden anderen bündeln.

Das lohnt sich, schließlich wissen wir inzwischen:
Klöckner beobachtet genau, was sich auf Twitter, Facebook und in ihrem Mailfach tut.

Schreiben Sie Ihre individuelle Nachricht – zur Anregung haben wir hier ein paar Punkte für Sie zusammengefasst:


Glyphosat tötet Bienen. Zur Pestizid-Gruppe der Neonikotinoide hat Julia Klöckner gesagt: „Was den Bienen schadet, muss vom Markt.“[3]

Doch Bienen leiden auch massiv unter Glyphosat. Das Ackergift vernichtet unerwünschte Pflanzen, so dass Insekten keine Nahrung mehr finden und sterben.[4]

Pestizide mit Glyphosat schaden unserer Gesundheit. Die Krebsforscher/innen der Weltgesundheitsorganisation nennen Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“.[5]

Kleine Einschränkungen beim Glyphosateinsatz sind zu wenig. Julia Klöckner will Glyphosat für Privatleute verbieten und immerhin auch in der Landwirtschaft einschränken. Doch die Liste der Ausnahmen ist lang.[6]

Mit einem Glyphosat-Ausstieg haben Klöckners Vorschläge nichts zu tun.
Die Bundesregierung hat jetzt die Chance, glyphosathaltige Pestizide zu verbieten. Ende des Jahres laufen die Zulassungen von 37 Pestiziden wie beispielsweise Roundup von Monsanto aus.[7]

Wenn Klöckner jetzt nicht handelt, bleiben die Mittel für fünf Jahre auf dem Markt.
Argumente gegen Glyphosat gibt es viele. Damit wir Julia Klöckner erreichen, kommt es vor allem darauf an, dass Sie ihre eigenen Worte finden. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten – und schreiben Sie der Agrarministerin, was Sie von Glyphosat halten.


Herzliche Grüße
Dr. Gerald Neubauer, Campaigner

PS.: Bei den bienenschädlichen Neonikotinoiden hat Julia Klöckner versichert, in Brüssel für ein Verbot zu stimmen.[8]
Das ist großartig – und dafür sollten wir sie auch loben. Jetzt fordern wir von ihr beim Thema Glyphosat eine konsequente Handlung.

[1] „Ministerin Klöckner kündigt strengere Glyphosat-Vorschriften an“, Spiegel Online, 17. April 2018
[2] Twitter-Nachrichten von @Julia.Kloeckner, 17. April 2018, 16.34 Uhr und 17.19 Uhr
[3] „Bundesregierung will Bienen schützen“, Süddeutsche Zeitung Online, 14. April 2018
[4] „Bienen brauchen gesunde Pollen“, Deutschlandfunk, 29. April 2016
[5] „Die Akte Glyphosat. Wie Konzerne die Schwächen des Systems nutzen und damit unserer Gesundheit schaden“, Helmut Burtscher-Schaden, Verlag Kremayr & Scheriau, 2017
[6] „Ministerin Klöckner kündigt strengere Glyphosat-Vorschriften an“, Spiegel Online, 17. April 2018
[7] „Im Zweifel für das Leben der Biene“, Welt Online, 16. April 2018
[8] „Erneuerung der EU-Genehmigung für Glyphosat“, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, 1. Dezember 2017


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