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Bürgerbeteiligung steht an erster Stelle

Waren bei der Tagung dabei (v.l.): Marion Tempel (Stadtteilbüro), Reinhard Thies (Wohnbau Gießen), Willi Meister, Uli Boes, Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Jürgen Dölz (Bezirksbürgermeister Westliches Ringgebiet). Foto: T.A.

Projekt „Soziale Stadt“ im Westlichen Ringgebiet verlängert – Wie soll es weiter gehen? – Tagung bringt Zukunftsideen.

Von Isabel Kobus, 14.06.2016.

Braunschweig. Die Bürger einbeziehen, den Stadtteil lebendig gestalten: Bei einer Tagung im Westlichen Ringgebiet ging es um neue Ideen im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“.

Bis zum Jahr 2019 sind Fördergelder von Bund, Land und Kommune für Sanierungsmaßnahmen im Westlichen Ringgebiet zugesichert. Auch das Stadtteilbüro wird weiter finanziert – und ein jährlicher Fonds von 25 000 Euro steht für Projekte einzelner Initiativen zur Verfügung.

Besser informieren

„Es gibt auch jetzt schon ganz viele Angebote“, sagt Marion Tempel vom Stadtteilbüro. Darüber will sie die Bürger in Zukunft noch besser informieren – eine Broschüre und das Internet sollen als Wegweiser dienen, die Stadtteilzeitung „Westpost“ soll weiter ausgebaut werden.
„Es geht immer um wirkliche Beteiligung der Bürger“, sagt Tempel, „man sieht zum Beispiel an Spielplätzen, dass das funktioniert – wenn Kinder sagen können, was sie mögen, wird es auch genutzt.“

Schulen einbeziehen

Öffentliche Räume seien für ein lebendiges Stadtteilleben wichtig. „Durch die Sanierungsmaßnahmen soll hier ja viel gebaut werden“, sagt Tempel, „aber ich wünsche mir auch, dass es ungenutzte Flächen gibt, die öffentlich zugänglich sind und wo die Bürger eigene Ideen umsetzen können.“
Stärker in Projekte einbezogen werden sollen die Schulen: „Sie haben das Potenzial, viele Menschen zu binden und können Räume bieten, für Integrationsprojekte und andere Angebote, damit Schüler auch im Leben lernen.“
Die Themen Gesundheit und Klimaschutz sollen weitere Schwerpunkte von Aktivitäten des Stadtteilbüros sein.

Reinhard Thies von der Wohnbau Gießen machte in einem Vortrag auf der Tagung Vorschläge, wie im Rahmen von Sanierungsprojekten die Interessen aller Bürger berücksichtigt werden können – beispielsweise durch Gebietsbeauftragte der Verwaltung, die Informationen verschiedener Ressorts in die Stadtteile hineintragen. Auch eine stärkere Beteiligung der Mieter an der Wohnungspolitik sei wünschenswert. Die Arbeitsgemeinschaft Wohnen bemüht sich weiter darum, dass trotz Sanierung und Aufwertung auch sozial schwache Menschen bezahlbaren Wohnraum im Westlichen Ringgebiet haben. Denn: „Wir wollen den Stadtteil mit seinem Gesicht so erhalten, wie er ist“, sagt Tempel.
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