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Buchenberg: Hier wird auf Sonne gesetzt

Erster Spatenstich für neues Baugebiet – Schon 104 Bewerbungen für den Buchenberg – „Umweltrabatt“ als Anreiz

Braunschweig (m). 08.11.2009

Die Grundstücksgesellschaft Braunschweig mbH hat mit der Erschließung von 83 Bauplätzen für freistehende Einfamilienhäuser mit einer Größe zwischen rund 720 und 985 Quadratmetern im neuen Baugebiet „Am Buchenberg“ im Kanzlerfeld begonnen.

Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink und der Geschäftsführer der Gesellschaft, Matthias Heilmann, haben dafür symbolisch den ersten Spatenstich gesetzt. Das Baugebiet habe Modellcharakter für ressourcenschonendes und umwelteffizientes Wohnen, sagte Wolfgang Zwafelink, der auch Mitglied des Aufsichtsrates der Grundstücksgesellschaft ist.
Für die 83 Grundstücke lägen bereits 104 Bewerbungen vor, sagte der Stadtbaurat. Die Gespräche zur verbindlichen Reservierung von Bauplätzen laufen. Falls noch Bewerber abspringen, könnten sich durchaus aber noch andere Interessenten melden. Mit dem Bau der Wohnhäuser könne voraussichtlich ab August 2010 begonnen werden. Eine Besonderheit des neuen Baugebietes ist die stärkere Ausrichtung auf Sonnenenergienutzung.
Der im Vergleich zum Einbau konventioneller Haustechnik höhere Aufwand wird von der Grundstücksgesellschaft mit einer Prämie belohnt: Wer eine solarthermische Anlage zum Heizen und zur Warmwassergewinnung einbauen lässt, die mindestens 25 Prozent des Endenergiebedarfs in diesen Bereichen deckt, erhält einen Umweltrabatt von fünf Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.
„Ein Solar-Baugebiet passt gut zu Braunschweig. Das hat Vorbildcharakter sicherlich auch für andere Städte“, begründete der Stadtbaurat den Vorstoß. „Wir setzen ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz und unterstreichen zudem unseren Ruf als Forschungsstandort.“ Es gebe zahlreiche Unternehmen in Braunschweig, die sich mit innovativer Energienutzung befassten, auch zur Solartechnik.
Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ist der Einsatz von regenerativen Energien bereits jetzt vorgeschrieben. Dafür gibt es Bundesfördermittel und ein zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Allerdings verlange der Bund nur eine Deckung des Gesamtenergiebedarfs von 10 bis 15 Prozent. „Darüber gehen wir mit der Forderung nach einem Deckungsgrad von 25 Prozent nun noch einmal deutlich hinaus“, sagte Zwafelink. Die Mehrkosten würden durch den Kaufpreisnachlass aufgefangen, sodass sich die Investition bereits nach wenigen Jahren wieder amortisiere.
Damit sichergestellt sei, dass der Buchenberg tatsächlich zu einem Solar-Baugebiet werde, sei die Anschaffung einer solarthermischen Anlage in dem genannten Umfang für die 39 Grundstücke im nördlichen Teil des Baugebiets verpflichtend, erläuterte der Stadtbaurat. Bei den 44 Bauplätzen im Süden könnten die Bauherren selbst entscheiden, ob sie eine solche Anlage einbauen und damit eine Kaufpreisreduzierung erhalten.
140 Euro kostet der Quadratmeter mit Vermessung und Grundstücksanschlüssen für Regen- und Schmutzwasser. Zu dem Umweltrabatt erhalten Bauwillige wie auch in anderen Baugebieten der Grundstücksgesellschaft einen Kinderrabatt von fünf Euro pro Kind und Quadratmeter.
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