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Braunschweiger Friedensmission

Vom Kohlmarkt aus starteten die Teilnehmer des Ostermarsches. Foto: Thomas Ammerpohl

Rund 60 Teilnehmer gestern beim Ostermarsch.

Von Martina Jurk, 20.04.2014.

Braunschweig. Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs sind die Ostermärsche aktueller denn je. Rund 60 Teilnehmer waren gestern in Braunschweig in Friedensmission in der Stadt unterwegs.

Seit mehr als 50 Jahren finden Ostermärsche in Braunschweig statt. Traditionell am Sonnabend vor Ostern – also auch gestern – waren gegen 11 Uhr rund 60 Teilnehmer auf dem Kohlmarkt dem Aufruf des Braunschweiger Bündnisses für Frieden gefolgt.

Die meisten von ihnen kamen mit dem Fahrrad, geschmückt mit Friedenstauben aus Papier, Tulpen und Nelken. Um den Hals trugen die Teilnehmer Plakate. „Spart endlich bei der Rüstung – entrüstet Euch!“ oder „Braunschweiger gegen Atomwaffen“ war darauf zu lesen.

„Verhandeln statt Schießen!“ lautet in diesem Jahr das Motto, unter dem in mehr als 80 Orten der Republik Demonstrationen stattfanden und noch stattfinden. Per Fahrrad und zu Fuß ging die Demo durch Braunschweig.
Auf dem Kohlmarkt sprach Gudula Wegmann vom Braunschweiger Friedenszentrum zur Eröffnung. „Kriege verschwenden extreme Mittel, die besser für das Leben eingesetzt werden könnten, wie zum Beispiel für sauberes Wasser auf der Welt oder das Miteinander der Kulturen“, sagte die Aktivistin. Stattdessen würden wir weltweit Atomwaffen sehen. Wegmann forderte im Namen des Friedensbündnisses das Verbot aller Atomwaffen, das Ende der Atomindustrie und die Ächtung von Kampfdrohneneinsätzen. Beifall der Teilnehmer. „Wer will, dass die Welt bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt“, war die passende Antwort auf dem Plakat eines Teilnehmers.

Das Friedenszentrum sei Mitglied im Haus der Kulturen, denn, so Gudula Wegmann: „Wir setzen uns auch für den sozialen Frieden ein.“ Das Haus der Kulturen war in diesem Jahr erstmals eine der Stationen des Ostermarsches. Außerdem machte die Demo, begleitet von der Polizei, Halt am Fritz-Bauer-Platz, auf dem Schlossplatz, auf dem Magnikirchplatz und schließlich wieder auf dem Kohlmarkt, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
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