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Braunschweiger demonstrierten für den Erhalt aller Gymnasien

Um 14.00 Uhr zu Beginn der Ratssitzung war der Platz der Deutschen Einheit gut gefüllt.
Vor den Rathaustüren herrschte heute zu Sitzungsbeginn reges Treiben: Mit Bannern, Trillerpfeifen und Megaphon protestierten viele Braunschweiger Eltern und Schüler für den Erhalt aller neun Gymnasien.
Zum Hintergrund: Im Rat wurde ein Antrag der Linken mit Änderungsantrag der Grünen zur Errichtung einer 6. IGS zum Schuljahr 2016/17 beraten. Da ein Neubau und Gründung in so kurzer Zeit ausgeschlossen ist, befürchteten viele, dass ein Gymnasium zugunsten einer IGS seine Tore schließen müsse.

Auch die Jungen Liberalen waren vor Ort. Der Kreisvorsitzende Moritz Voelkner äußerte sich am Rande der Demonstration wie folgt: „Dieser Tag zeigt, dass die Kommunalpolitik ein ernstzunehmendes Kommunikationsproblem hat, denn man hat es zuvor nicht geschafft Eltern und Schülern Ängste zu nehmen. Die Fraktionen wussten durch unzählige Emails, dass Schüler und Eltern sich um die Existenz ihres Schulstandorts sorgen – da hätte man früher reagieren und für Klarheit sorgen müssen. Mich freut es aber, dass so viele gekommen sind und ihre Meinung kundgetan haben.“

Ratsherr Peter Rosenbaum (BIBS) hielt die Demonstrierenden, die nicht auf den Besuchertribünen Platz fanden und vor dem Rathaus verweilten, via Megaphon-Ansprachen auf dem Laufenden. Als klar war, dass die Dringlichkeit des von der CDU gestellten Dringlichkeitsantrags, der die Erhaltung der Gymnasien forderte, bestätigt wurde, brach Jubel auf dem Platz der Deutschen Einheit aus.

Als der IGS-Antrag gegen 16.30 Uhr aufgerufen wurde, meldete sich auch Oberbürgermeister Markurth zu Wort. Er betonte, dass eine Schulgründung ohne das notwendige Konzept nicht so schnell zu verwirklichen sei. Außerdem erläuterte er, dass eine Umwandlung eines Gymnasiums in eine IGS von heute auf morgen nicht machbar sei und nicht geschehen werde.
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