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„Braunschweig soll grüner werden“

Sabine Sewella und Wolfram Pehlke stellten mit Holger Herlitschke (v.l.) den OB-Kandidaten des Grünen-Kreisverbands Braunschweig vor. Foto: Thomas Ammerpohl

Holger Herlitschke ist OB-Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen.

Von Martina Jurk, 29.09.2013

Braunschweig. Bündnis 90/Die Grünen schicken Holger Herlitschke als ihren Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ins Rennen. Der Kreisverband wählte den 49-Jährigen am Donnerstag einstimmig mit einer Enthaltung.

Mit Ulrich Markurth und Hennig Brandes haben SPD und CDU ihre Kandidaten schon vor Wochen ins Gespräch gebracht. Offiziell nominiert sind sie allerdings noch nicht. „Anders die Grünen, die den basisdemokratischen Weg gehen und erst den Kandidaten wählen und ihn dann öffentlich vorstellen“, sagte Herlitschke. Das klang am Freitag in der Parteizentrale im Grünen Laden in der Friedrich-Wilhelm-Straße 47 nach einem ersten Schlagabtausch. „Der Wahlkampf ist eröffnet“, meinte Vorstandssprecherin Sabine Sewella mit einem Augenzwinkern.
Dass die Grünen bei der Bundestagswahl ihr angestrebtes Ziel nicht erreicht haben, sei „Verkaufs“-Fehlern im Wahlkampf zuschulden. In Braunschweig sehe das Kräfteverhältnis anders aus, so der Kandidat. „Wir haben mit einem Ergebnis von 12,5 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eine starke Basis, und wir sind in den vergangenen Jahren immer stärker geworden. Wir haben das drittbeste Ergebnis von allen Kreisverbänden in Niedersachsen erzielt. Ich sehe es also als Verpflichtung an, den Bürgern einen Kandidaten anzubieten“, so Herlitschke.
Es sei dringend notwendig und wichtig, dass Braunschweig grüner wird. Holger Herlitschke geht davon aus, dass seine Konkurrenten von CDU und SPD keine absolute Mehrheit erhalten und „dass ich es in den zweiten Wahlgang schaffe“.
Bei der Einschätzung der Kandidatensituation machte der „Grüne“ deutlich, wo seine Schwerpunkte für Braunschweig liegen: mit angemessenem Wohnraum den Anforderungen an eine wachsende Stadt gerecht zu werden, entsprechende Verkehrswege- und mittel vorzuhalten, eine Sozialstruktur zu schaffen, die es unter anderem erlaubt, Wohnungsmieten bezahlbar zu machen. „Markurth und Brandes sind die Fortführung dessen, was wir bis jetzt hatten, der Versuch, Kontinuität zu wahren. Es fehlen eigene Profile, Akzente, wofür sie stehen“, schätzte Herlitschke ein.
Die grünen Themen hätten sich in der Vergangenheit als richtig erwiesen – mit deutlichem Potenzial nach oben. Sie müssten vom neuen Oberbürgermeister mitvertreten werden. „Wir sind keine Exoten, wir sind in der Mitte der Gesellschaft“, ist der OB-Kandidat überzeugt.
Holger Herlitschke ist gebürtiger Braunschweiger. Er studierte Architektur und ist seit 17 Jahren als selbstständiger Architekt tätig. Als Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses vertritt er die Interessen der Grünen im Rat der Stadt.
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