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Braunschweig Fairsteht

Braunschweig Fairsteht 2017
Der Schöpfungstag soll Mut machen
Engagierte Braunschweiger laden für den 2. September zum dritten Mal auf den Kohlmarkt ein.
Von Ann Claire Richter
Braunschweig. In Sorge um den Planeten: Engagierte Bürger der Stadt laden unter dem Dach der evangelischen Propstei und unter dem Titel "Braunschweig fairsteht" zum dritten Schöpfungstag ein. Am Samstag, 2. September, wollen sie auf dem Kohlmarkt mahnen und informieren, inspirieren und diskutieren. "Als kleine Leute in der Region wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir nicht locker lassen", erklärt der stellvertretende Propst Peter Kapp. Man könne den Schöpfungstag auch Hoffnungstag oder Mutmachtag nennen.

Nach den Themen Lebensmittel und Wasser stehen beim dritten Schöpfungstag erneuerbare Energien im Zentrum des Interesses. "Viele Entwicklungen in dieser Welt machen große Sorge und führen bei vielen Menschen zur Resignation. Wir wollen zeigen, dass man auch im Kleinen wirken und sich engagieren kann", so Kapp. Die Verantwortung könne nicht nur auf die Zukunft der Kinder reduziert werden. "Ich will auch für mein Leben, dass die Schöpfung bewahrt bleibt." Der Weg müsse gegangen werden. Ohne erneuerbare Energien sei die Zukunft nicht denkbar. "Und 1000 Meilen beginnen mit dem ersten Schritt", versinnbildlichte er.

Unter den Unterstützern des Schöpfungstages ist auch Hansi Volkmann vom DGB-Stadtverband Braunschweig. "Unser Job ist es, dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer keiner Gesundheitsgefährdung ausgesetzt sind - weder im Bereich der alten, noch der alternativen Energiegewinnung", erklärte er. Das gelte für Arbeitsplätze im Tagebau in Helmstedt ebenso wie in Schacht Konrad oder der Asse. "Beten allein hilft nicht", meinte Volkmann beim Pressegespräch zum Schöpfungstag, und Pfarrer Kapp konterte schmunzelnd: "Deshalb gibt es auf Kirchen auch Blitzableiter." Er sehe keine Diskrepanz zwischen Biologiebuch und Bibel.

Bei zwei Podiumsdiskussionen wird BZ-Chefredakteur Armin Maus auf dem Kohlmarkt unter anderem mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, dem stellvertretenden Landesbischof Thomas Hofer, dem TU-Professor Bernd Engel sowie Tanja Kampa debattieren, der Pressesprecherin von Alstom Transport Deutschland. Dort werden sich auch lokale Aktionsgruppen und Initiativen vorstellen.

SCHöPFUNGSTAG

Veranstalter: Evangelische Propstei. Organisiert von Vertretern des DGB, der Kirchen, zivilgesellschaftlicher Vereine sowie Privatpersonen

Termin: Samstag, 2. September, 11 - 15 Uhr, Kohlmarkt

Podiumsdiskussionen: um 12 und um 13 Uhr

Begleitprogramm: Dokumentarfilm "Die 4. Revolution", 28. August, 19 Uhr, Universum-Kino; Vorträge im Landesmuseum am 29./30. und 31. August um jeweils 19 Uhr.

Weitere Infos: www.braunschweig-fairsteht.de
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Barbara Schulze aus Braunschweig - Innenstadt | 03.09.2017 | 16:19  
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