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Bombenentschärfungen in Riddagshausen

Verdacht auf sieben Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg – 5200 Menschen betroffen – Kleingartenvereine, Parks und Friedhöfe gesperrt

Von Martina Jurk

Braunschweig. Wegen einer großangelegten Bombenentschärfung werden am Sonntag (18. Oktober) der komplette Stadtteil Riddagshausen und einige Straßen im östlichen Ringgebiet, im Stadtteil Gliesmarode sowie die Mastbruchsiedlung evakuiert. 5200 Menschen sind davon betroffen.

Sieben Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden im Bereich Riddagshausen vermutet, die durch die Auswertung historischer Luftbilder und anschließende Sondierungsarbeiten vom niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) auf unbebautem Gebiet geortet wurden. Zur weiteren Untersuchung werden die verdächtigen Metallkörper am Sonntag (18. Oktober) freigelegt und gegebenenfalls an Ort und Stelle entschärft. Bis zu 500 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen werden im Einsatz sein.
Von den Sperrungen ab 7 Uhr am Sonntag sind außerdem Kleingartenvereine, Naherholungsgebiete und Parkanlagen sowie der evangelische Hauptfriedhof und der Stadtfriedhof betroffen. Die Feuerwehr hat die rund 5200 Anlieger, die Gewerbebetriebe und Kleingärtner in den zu räumenden Bereichen per Handzettel informiert.
Derzeit besteht keine Gefahr. Die betroffenen Fundstellen sind daher nicht abgesperrt. Die verdächtigen Metallkörper werden in Tiefen von drei bis fünf Metern vermutet. Sie werden ab 9 Uhr durch mehrere Sprengmeister und deren Teams des Kampfmittelbeseitigungsdienstes freigelegt. Die Feuerwehr bittet, Wohnungen und Betriebe am Sonntag bis spätestens 9 Uhr zu verlassen. Als Ausweichquartier bietet die Feuerwehr ab 8 Uhr die Turnhalle der Neuen Oberschule, Beethovenstraße 57 an.
An den folgenden Bushaltestellen steht ein Buspendelverkehr (auch für Rollstuhlfahrer) zur Verfügung, um betroffene Anwohner zu dem Ausweichquartier zu fahren: • Kastanienallee • Hartgerstraße • Prinz-Albrecht-Park • Stresemannstraße • Am Kreuzteich • Am Hasselteich / Julius-Kühn-Institut • Reitlingstraße • Katholischer Friedhof • Lünischteich (gegenüber Polizeistadion). Unter www.braunschweig.de/bombenfund können die Informationen im Internet abgerufen werden.
Ab 7 Uhr wird der Busverkehr durch die betroffenen Gebiete eingeschränkt. Aus durchfahrenden Bussen kann nicht mehr ausgestiegen werden. Ebenso ist es ab 7 Uhr nicht mehr möglich, in die betroffenen Bereiche einzufahren oder die Wege innerhalb der Parkanlagen zu betreten.
Die Feuerwehr hat ein Info-Telefon unter der Nummer 2 34 56 78 geschaltet. Bürger, die einen Krankentransport benötigen, können sich unter derselben Telefonnummer melden.
Die Anwohner werden gebeten, ihre Nachbarn über die Evakuierung zu verständigen. Es besteht keine Gefahr, daher bittet die Feuerwehr, ruhig und besonnen zu handeln. Polizei und Feuerwehr werden die Straßen kontrollieren. Voraussichtlich am Sonntagabend gegen 18 Uhr können die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Es kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass eine der möglichen Bomben vor Ort kontrolliert gesprengt werden muss. Diese Situation wurde bereits bei den organisatorischen Vorkehrungen berücksichtigt. Es besteht außerhalb der Absperrungen, die am Sonntag eingerichtet werden, auch bei einer möglichen Sprengung keine Gefahr. Die Auswertung der historischen Luftaufnahmen hat ergeben, dass auch unter dem Kreuzteich in Riddagshausen möglicherweise noch mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Dazu sind weitere Sondierungen der Verdachtsstellen erforderlich, die jedoch erst durchgeführt werden können, wenn das Wasser des Teiches wie in jedem Jahr Anfang November abgelassen wird. Eine mögliche Entschärfung dieser Blindgänger ist für Sonntag, 29. November, vorgesehen.

Service
Straßen und Grundstücke, die evakuiert werden: Am Hohen Felde, Am Kreuzteich, Am Lünischteich, Am Tafelacker (nur die Hausnummern 1 und 12), Am Triangel, An der Wabe (alle Hausnummern außer Nr. 1), Andreeplatz, Brodweg, Comeniusstraße (nur die Hausnummern 16, 17 und 19 bis 23), Dernburgstraße, Ebertallee, Elmsburgweg, Falkenweg, Fontanestraße, Franz-Frese-Weg, Freytagstraße, Friedensallee (nur die Hausnummern 14 bis 20), Georg-Westermann-Allee (nur die Hausnummern 17 bis 26, 28 bis 33, 36, 49 bis 75, 75 A u. B.), Gorch-Fock-Straße , Griepenkerlstraße, Hänselmannstraße, Helmstedter Straße (nur die Hausnummern 36C, 36E, 36F, 37, 37A bis 37 D, 38, 38A, 40 bis 42, 54, 54A, 55A, 56, 57, 57A bis 57Q), Herzbergstieg, Herzogin-Elisabeth-Straße (alle bis Hausnummer 80), Hubertusweg, Johanniterstraße, Kastanienallee (nur die Hausnummern 35 bis 43A und 44 bis 52A), Klingemannstraße, Klostergang, Klosterweg, Korfesstraße, Kuxbergstieg, Marienstraße (nur die Hausnummern 18 bis 27 und 29 bis 41), Mastbruch, Messeweg (nur die Hausnummern 1 bis 12), Nehrkornweg, Neuhofstraße, Nußbergstraße (nur die Hausnummern 27 und 29, Paul-Keller-Straße, Reitlingstraße, Riddagshäuser Weg, Scharnhorststraße, Schlegelstraße, Stresemannstraße, Tafelbergstieg, Tetzelsteinweg, Walter-Flex-Straße, Warburgweg, Wiendruwestraße, Wilhelm-Busch-Straße, Wilhelm-Raabe-Straße, Zwischen den Bächen

Betroffene Kleingartenvereine: Soolanger, Nußberg, Mutterkamp, Dammwiese, Gänsekamp, Mückenburg, Morgenland, Mastbruch, Brodweg, Ostend, Mittelriede, Sportbahn, Triangel, Lünischteich, Klostergang, Klosterblick, Lünischhöhe, Lünischgrund, Hopfenkamp, Lünischkamp, Schmiedekamp
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