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Blick hinter die Klinik-Kulissen

Offene Tür im Klinikum-Neubau Celler Straße

Von Ingeborg Obi-Preuß

Braunschweig. Operationssaal, Kreißsaal, Intensivstation: Das Klinikum Celler Straße öffnete gestern die Türen für Besucher.

Um zwölf Uhr ging es los, schon eine halbe Stunde vorher bildeten sich lange Schlangen vor dem Klinikgelände. Ganz offensichtlich wollten die Braunschweiger es sehr genau wissen.
Vor dem Einzug der Frauenklinik und der Kinderintensivstation in die neuen Gebäude Ende nächster Woche, gab es jetzt die Gelegenheit, Bereiche, die sonst für den Publikumsverkehr gesperrt sind, zu besichtigen. Die Mitarbeiter waren bei ihren Führungen eng umlagert, es gab viele Fragen, dazu die Möglichkeit, manche Verfahren selbst auszuprobieren.

Da ließen sich die Braunschweiger nicht lange bitten: Gestern öffnete das Klinikum Celler Straße die Türen im Neubau – auch die, die sonst verschlossen bleiben. Am 11. Juli ziehen die Frauenklinik und die Kinderintensivstation in den 20,5 Millionen Euro teuren Neubau am Standort Celler Straße, auch der zentrale Operationsbereich wird dann in Betrieb genommen. Gestern waren die Braunschweiger zum Tag der offenen Tür eingeladen, besonders interessiert waren die Besucher an den Bereichen, in denen später kein Publikumsverkehr mehr möglich sein wird.
Zum Beispiel die Kinderintensivstation. Sie hat 16 Plätze für Neugeborene, davon sind acht Plätze für Frühgeborene vorgesehen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen. Ein Stillzimmer gibt Eltern die Möglichkeit, ihr Neugeborenes auch auf der Intensivstation von Anfang an mitzubetreuen. „Ab der 23. Schwangerschaftswoche haben Frühgeborene heute eine Überlebenschance“, sagt Professor Dr. Hans Georg Koch, Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin. 400 bis 500 Gramm wiegen die kleinen Menschen dann, die spezielle Intensivstation auf dem neuesten technischen Stand steht für sie bereit.
Auch für ältere Kinder stehen Intensivbetten zur Verfügung. „Jetzt im Sommer gibt es immer wieder Kinder, die beim Baden verunglücken“, sagt Koch. Aber auch junge Menschen mit Alkoholvergiftungen gehören zu seinen Patienten. „Durchschnittlich einmal im Monat kommt so ein Alkoholopfer zu uns“, spricht der Professor das Problem an.
Gleich nebenan ist die Frauenklinik. „Das Wand-an-Wand-Prinzip ist eine verpflichtende Vorgabe“, sagt Klinik-Geschäftsführer Helmut Schüttig. Voller Begeisterung schwärmt er von neuen Licht- und Farbkonzepten, von „Materialien, die begeistern“, von einem „neuen Ambiente für Patienten und Mitarbeiter“. Für Pflegedirektor Ulrich Heller ein ganz wesentlicher Aspekt, „unsere Mitarbeiter waren an der Gestaltung beteiligt“, sagt er.
Zum Wohlfühleffekt kommen nach Angaben vom Klinik-Geschäftsführer auch wichtige Synergieeffekte: „Wir haben optimale Stationsgrößen, die auch für die Mitarbeiter eine bessere Arbeitsplanung ermöglichen“, neue Energiekonzepte sollen helfen, wirtschaftlich zu arbeiten. „Denn trotz der sich weiter verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Gesundheitsmarkt konnte das Klinikum Braunschweig bisher immer ein positives Jahresergebnis erwirtschaften“, sagt Schüttig.
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