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BIBS zur Abberufung des Geschäftsführers von BS-Energy

Abberufung des Geschäftsführers von BS-Energy – und die Stadt hat nichts zu sagen: Beim Verkauf von fast 75% der Braunschweiger Stadtwerke hieß es, dass die Stadt mit der Sperrminorität von über 25 % weiter bestimmenden Einfluss behalte.

Die drei Aufsichtsratsmitglieder der Stadt, Oberbürgermeister Markurth und die Ratsherren Bratmann und Wendroth mussten aus der Presse erfahren, dass Geschäftsführer Kai-Uwe Krauel schon zum Monatswechsel abgelöst werden soll. Dabei ist der Aufsichtsrat, also auch Markurth, Bratmann und Wendroth, für Entscheidungen über den Vorstand verantwortlich.

Das sieht nicht gut aus. Zwar führt BS-Energy noch Gewinne ab an die Pariser Muttergesellschaft, zu einem Viertel auch an die Stadt Braunschweig. Dies aber um den Preis der Auszehrung noch vorhandener Substanz des einst stolzen Stadtwerks aufgrund diverser Fehlentscheidungen.

1) Mit EON wurden Stromkaufverträge abgeschlossen, nach denen BS-Energy viel zu große Strommengen langfristig überteuert einkaufen muss. Unter Verlusten muss weiterverkauft werden.

2) Da man weit mehr Strom einkauft, als man braucht, ist die eigene Strompro-duktion überflüssig geworden, mit der Folge, dass das von der Abwärme der Stromproduktion gespeiste Fernwärmenetz auf absehbare Zeit nicht mehr kos-tengünstig bedient werden kann. Die Stromerzeugungsanlagen werden überflüssig und wertlos.

3) Trotz einem gegenteiligem Ratsbeschluss kauft BS-Energy weiter Atomstrom ein- und bedient damit Kunden.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt sieht anders aus. Veolia sieht für sich offenbar auf absehbare Zeit keine Vorteile mehr und hinterlässt einen Scherbenhaufen. Es ist höchste Zeit, umzusteuern und die Erfahrungen bei den anstehenden Neu-Konzessionen zu berücksichtigen.
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