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BIBS-Fraktion: Kein Gedenken an militärische Verbände

Der Antrag der Linken, dem Wirken militärischer Verbände nicht zu gedenken, geht auf einen weiterführenden, vom Grundtenor jedoch entsprechenden Antrag der BIBS-Fraktion zur Ratssitzung am 27.11.2014 (Ds. 3713/14) zurück. Dieser Antrag entstand im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Vorgänge in der belgischen Kleinstadt Roselies im Ersten Weltkrieg mit einem Massaker unter der Zivilbevölkerung unter Beteiligung des Braunschweiger Infanterie-Regiments 92 im August 1914 sowie den anachronistischen Ehrungen des Wirkens der im Antrag benannten militärischen Verbände am so genannten "Ehrenhain" im Neubaugebiet „Roselies“ in Braunschweig insbesondere am Volkstrauertag unter regelmäßiger Beteiligung offizieller Vertreter der Stadt Braunschweig.

Vor diesem Hintergrund unterstützt die BIBS-Fraktion den vorliegenden Änderungsantrag, weil wir gerade im Zusammenhang mit den beginnenden Bemühungen, eine Erinnerungspatenschaft mit den betroffenen belgischen Gemeinden anzustreben, die dringende Notwendigkeit sehen, das Wirken der genannten militärischen Verbände aus Braunschweig mit kritischer Distanz zu betrachten und zu analysieren.
Deswegen ist eine Teilnahme städtischer Vertreter an solchen Veranstaltungen unpassend. Gedenken und Ehrungen, an denen die Stadt mit offiziellen Vertretern teilnimmt, können nach unserer Auffassung ausschließlich die Opfer der Kriegshandlungen (Zivilisten wie Soldaten) betreffen. Militärischen Verbänden soll dabei nicht gedacht werden.
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