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BIBS fordert sanitäre Einrichtungen und dauerhaftes Wohnen für den Madamenweg 94

Die BIBS tritt mit Anträgen im Bezirksrat Weststadt und dem Sozialausschuss für eine Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Wagenplatz der Sinti am Madamenweg in der Weststadt ein.

Etliche Bewohner des so genannten „Wohnwagenaufstellplatzes“ sind mit der Bitte an die Verwaltung herangetreten, eine Wasserleitung für die Sanitäreinrichtungen zu installieren und das seit Jahren praktizierte und von der Stadt geduldete dauerhafte Wohnrecht nun auch rechtlich zu ermöglichen. Der Bezirksrat Weststadt hatte im November 2016 bereits auf Antrag der BIBS-Fraktion mehrheitlich gefordert, dass die sanitären Einrichtungen um eine Wasserleitung ergänzt werden.

„Bereits 1962 war in der Braunschweiger Zeitung zu lesen, dass das dringlichste Problem die Vervollständigung der sanitären Anlagen sei (siehe Anlage). Nach über fünfzig Jahren ist es nun an der Zeit, dass sich hier wirklich etwas verbessert“, erklärt Tanja Bonnet, die BIBS-Fraktionsvorsitzende im Bezirksrat Weststadt. „Durch einen gemeinsamen Antrag von SPD, der Gruppe Linke/Grüne und der BIBS zur Sitzung des Bezirksrates am 31.5.2017 wollen wir durch eine Änderung der Wohnwagenplatzsatzung für den Madamenweg 94 endlich den Forderungen der Anwohner entsprechen. Künftig soll damit auch rechtlich verankert werden, was seit Jahrzehnten dort bereits provisorisch praktiziert wird: Dass dauerhaft feste Wohngebäude errichtet werden dürfen.“

Die Kultur der Sinti ist über Jahrhunderte eine nichtsesshafte (nomadische) gewesen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ihnen ein Wagenplatz am Madamen-weg 94 zur Verfügung gestellt. Damals neben der Schuttdeponie gelegen, ist dieser Platz bis heute das kulturelle Zentrum einiger sesshaft gewordener Familien.

Der Sozialausschuss der Stadt soll am 31.5.2017 darüber entscheiden, dass die Bewohner eine Wasserleitung bekommen. „Anfang März hat es deswegen einen Ortstermin aller Fraktionen im Bezirksrat gegeben. Alle Bezirksrats-Fraktionen haben das Ansinnen dort unterstützt“, so Tanja Bonnet. „Nun bin ich zuversichtlich, dass sich auch im Sozialausschuss eine breite Mehrheit für unseren Antrag findet.“
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