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Beschwerden mit „weggesaugt“

Stadt hat zwei Hundekotsauger geleast – Stegemann: Zweimonatiger Probeeinsatz erfolgreich.

Von Jennifer Dokubo, 20.07.2011

Braunschweig. Wie ein riesiger Staubsauger sieht die neue „Hundekotsaugmaschine“ aus, die die Stadt angeschafft hat, um Grünanlagen, öffentliche Plätze und Straßen zu reinigen.

Ulrich Stegemann, für die Grünflächen zuständiger Dezernent, stellte gestern auf dem Frankfurter Platz die neue Maschine vor, die eingebunden in das Konzept „Unser sauberes Braunschweig“ fortan ihren Dienst tun soll. Der Fachbereich Stadtgrün und Sport hat die zwei Spezialmaschinen für insgesamt 30 000 Euro pro Jahr geleast – auf Kosten der Steuerzahler. „Der naheliegendste Schritt wäre es natürlich, direkt die Hundebesitzer anzusprechen und dort Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Stegemann. Doch weder Hundestationen noch Bußgelder hätten bislang den gewünschten Erfolg gebracht. „Wir versuchen jetzt, mit diesem neuen Projekt die verantwortlichen Hundehalter für dieses Thema zu sensibilisieren und an ihr Gewissen zu appellieren. Denn leider muss die Allgemeinheit dafür aufkommen, weil Einzelne ihrer Verantwortung nicht gerecht werden“, sagte Stegemann.
Mitarbeiter Vladimir Chykov führte am Dienstag vor, wie die Maschine funktioniert – direkt an besagtem Störobjekt. Gleich mehrere Hundehalter waren am Frankfurter Platz offensichtlich ihrer Pflicht nicht nachgekommen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen.
Zwei Teams mit je zwei Mitarbeitern waren bereits die vergangenen zwei Monate probehalber mit den Maschinen unterwegs. „Das neue Projekt kommt bei den Bürgern sehr gut an“, berichtete Stegemann. Es gebe eine große Kehrtwende, die Zahl der Beschwerden wegen verschmutzter Grünflächen oder Gehwegen sei „verschwindend gering“ geworden. Trotz allem liege es vor allem bei den Hundehaltern selber, ihren Beitrag zu einem sauberen Braunschweig zu leisten. „Für jeden Hundehalter sollte gelten: Für die Hinterlassenschaften meines Vierbeiners bin ich selbst verantwortlich“, betonte Stegemann, der übrigens auch selbst einen Hund hat. Es könne und müsse von jedem Hundehalter erwartet werden, dass er sich Hundekottüten besorgt und mit sich führt.
Im Rahmen des Konzeptes „sauberes Braunschweig“ wird in diesem Jahr zudem das „Wildkrautprojekt“ fortgesetzt. Entlang etwa 700 Kilometer Straßen und auf Nebenflächen wird unerwünschter Wildwuchs wie Löwenzahn und Brennnesseln entfernt. Dieses Projekt gebe momentan 125 Langzeitarbeitslosen die Chance, sich für die Rückkehr ins Berufsleben zu empfehlen.
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