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Bei Rüningen wird es eng

Ab Montag besteht akute Staugefahr

Von Marion Korth

Braunschweig. „Es wird ernst – das ist die Botschaft.“ Bernd Mühlnickel von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erläuterte gestern, warum es auf der A 39 in Höhe Rüningen eng wird. Ab Montag besteht erhöhte Staugefahr.

Das Autobahndreieck Braunschweig-Südwest ist Braunschweigs größte Baustelle. Wegen des Kostenvolumens von rund 72 Millionen Euro und wegen der Fülle der Bauwerke dicht gedrängt auf einer Fläche. Darunter 16 Brücken – das sei „einzigartig“. Gebaggert und gebuddelt wird bereits seit Anfang des Jahres, aber bis auf die gesperrte Autobahnausfahrt Rüningen haben Autofahrer davon bislang kaum etwas gemerkt. Von Anfang an sei es Ziel des Konzeptes gewesen, „unter Verkehr“ oder besser neben dem Verkehr zu bauen. Der Schwerpunkt aller Aktivitäten hat dementsprechend bislang auf der „grünen Wiese“ gelegen.
Das wird jetzt anders. „Wir greifen zum ersten Mal richtig in den Verkehr ein“, sagte Mühlnickel. Und zwar in Höhe Rüningen. Es geht um die beiden Brücken bei Rüningen. Darum, die Autobahn auf den neuen Verlauf vorzubereiten. Am Sonnabend wird begonnen, die Baustelle einzurichten und abzusperren. Ab dem 17. August, also ab Montag, steht dann nur noch ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung. Der Engpass – zunächst über 500, später über 800 Meter – werde für etwa ein Jahr bestehen bleiben. Mangels Möglichkeiten gibt die Landesbehörde keine Umleitungsempfehlung. „In Spitzenzeiten wird es eng“, kündigte Mühlnickel an. Fast 100 000 Fahrzeuge sind tagtäglich auf der Achse A 391 und A 39 unterwegs. Damit ist dieser Abschnitt mehr als überlastet, rein rechnerisch dürfte eigentlich gar nichts mehr gehen. Mit dem neuen Engpass bei Rüningen sind die Verkehrsplaner nicht glücklich, aber da hätte kein Weg drumherum geführt. „Wir hätten an der Frankfurter Straße keine Behelfsbrücke bauen können, da fehlt der Platz“, erläuterte Gerhard Kanter, zuständig für den Brückenbau. Um ein wenig den Druck zu nehmen, würden Stauwarntafeln den Umlandverkehr aus Kassel und aus Berlin und Wolfsburg weiträumig über das Kreuz Hannover-Ost lotsen.
Ab Oktober 2010, so das Ziel, soll der Verkehr dann schon über den neuen Verlauf der A 39 geführt werden. Die Neuerungen, verspricht Mühlnickel, werden wesentliche Verbesserungen bringen. Autofahrer, die aus Wolfenbüttel weiter auf die A 391 Richtung Norden wollen, müssen nicht mehr die Fahrspur wechseln, weil eine dritte zusätzliche Spur gebaut wird. Umgekehrt das Gleiche: Eine zusätzliche Spur soll dem Verkehr ab Anschlussstelle Gartenstadt die Weiterfahrt ohne Wechsel ermöglichen. Mühlnickel: „Das bringt mehr Sicherheit.“ Zudem werde die Kapazität der Autobahn insgesamt erhöht. Instabile Fahrverhältnisse wie jetzt noch sollen dann der Vergangenheit angehören. Ein kurzes Bremsmanöver könne wegen der Fahrzeugdichte derzeit noch alles zum Stehen bringen.
Das Ende der Umbauarbeiten im Dreieck Braunschweig-Südwest ist für Juni 2012 angekündigt. Bis dahin bleibt nur: Augen auf und durch.
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