Anzeige

Begegnungen am Schlossplatz

Der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert kam zu Wahlkampfterminen nach Braunschweig.

Von André Pause, 28.08.2013

Braunschweig. Unverhofft kommt öfter, als man denkt – das erfuhr Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert (CDU) bei seinem Wahlkampfbesuch in Braunschweig.

War das Treffen mit seinem Parteifreund Joachim Clemens im Anschluss an den Termin im Café des Schlosskaufhauses noch geplant, kam die Begegnung mit dem vorbeiradelnden Klaus-Dieter Kühbacher (SPD) rein zufällig zustande. Die freundschaftliche Begrüßung ist zurückzuführen auf gemeinsame Einsätze im Bundestagsabgeordneten-Fußballteam. „Das schafft schon ein anderes Vertauen, als man es sonst zu Kollegen hat“, meint Lammert, der dem CDU-Direktkandidaten für den Deutschen Bundestag, Carsten Müller, einen Wahlkampfbesuch abstattete. Etwa 100 Termine hat das Mitglied des CDU-Präsidiums seit der politischen Sommerpause absolviert. In Braunschweig gehe man die Sache allerdings sehr relaxt an, deutet Müller an: „Wir machen uns heute keinen Stress.“
Lammert gilt als besonnener Mann, der über Parteigrenzen hinweg Anerkennung genießt. Mit seiner wohlüberlegten Art scheint er wie geschaffen zu sein als prominenter Helfer. „Ich muss mich nicht disziplinieren, da ich von Lautstärke und Polemik nichts halte. Ich denke, dass man die Leute besser durch Argumente in der Sache überzeugt“, so der studierte Sozialwissenschaftler Lammert. Da müsste ihm doch der beinahe klandestin geführte Wahlkampf zugute kommen? „Ich habe den Eindruck, dass dieser Wahlkampf nicht viel weniger temperamentvoll oder leidenschaftlich geführt wird, als das zuvor der Fall war“, berichtet der Bundestagspräsident. Auch dass es keine Themen geben soll, hält er für ein Gerücht. So stuft er die Dauerdiskussion über das finanzielle Engagement in Krisenländern oder auch den Bereich Steuern als entscheidende Themen ein. Dass es für seine Partei, gemessen an den letzten Sonntagsfragen derzeit komfortabel aussieht, möchte Lammert gar nicht bestreiten. Dennoch relativiert der Nordrhein-Westfale: Er habe noch keinen Wahlkampf erlebt, in dem die Parteien- und Personenpräferenz so klar, und die Regierungsbildung zugleich so unklar sei.
Dass sich an diesem Umstand bis zum 22. September, dem Tag der Wahl, noch großartig etwas ändert, gilt allerdings als unwahrscheinlich – wahlkämpfender Bundestagspräsident hin oder her.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.