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Baustelle Stobenstraße gibt neuen Takt vor

Die Verkehrs-AG saniert die Gleise zwischen J-F.-Kennedyplatz und Waisenhausdamm. Foto: T.A.

Wegen Umleitungen auf den Linien 1 und 2 verändert sich der Fahrplan.

Von Marion Korth, 05.03.2016.

Braunschweig. Die Sanierung der Gleisanlagen zwischen John-F.-Kennedy-Platz und Waisenhausdamm auf der Stobenstraße bringt die Busse und Bahnen der Verkehrs-GmbH aus dem Takt.

Der Grund: Die Bahnen der Linie 1 und 2 werden umgeleitet, dadurch ergeben sich in einem Fall Fahrtzeitverlängerungen. Fahrdienstplaner Philipp Brandes kündigte am Donnerstag einen „15-Minuten-Takt mit zusätzlichen Fahrten dazwischen“ an.

Veränderte Taktzeiten

Dies betrifft auch die Linien 3 und 5 sowie die Buslinien 411, 413, 416, 419, 420 und 429. Geänderte Fahrzeiten gelten zum Teil ebenfalls für die Zubringerbuslinien, damit am Ende wieder alles zusammenpasst. Die Bauarbeiten beginnen am 18. März.
Die Linie 1 wird über die Leonhardstraße, Am Magnitor und Georg-Eckert-Straße zum Rathaus geführt, die Linie 2 fährt über Friedrich-Wilhelm-Platz und Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Kunden werden über die Einzelheiten in einem Flyer informiert, außerdem wird ab Mitte März das neue Fahrplanheft alle Änderungen enthalten. Die elektronische Fahrplanauskunft sei bereits mit den neuen Daten „gefüttert“ worden.

Start mit Ferienfahrplan

Die zusätzlichen Fahrten werden außerhalb der Ferien in den Berufsverkehrszeiten morgens und dann wieder ab mittags angeboten. Da der Beginn der Bauarbeiten mit dem der Osterferien zusammenfällt, geht es damit ab dem 4. April los. Verstärkt werden auch die beiden Ringbuslinien 419 und 429.
Noch lässt sich nicht absehen, inwieweit sich durch die Verengung auf eine Fahrspur im Bereich der Stobenstraße der Verkehr stauen wird. Vorsichtshalber habe man sich entschlossen, den Bus aus Wolfenbüttel (Linie 420) während der Bauzeit am Hauptbahnhof enden zu lassen. „Wenn der Stau ausfällt, nehmen wir das zurück“, sagte Brandes.
Die Verkehrs-AG hat die Bauoberleitung für die Gesamtmaßnahme übernommen. Die Erneuerung der Gleisanlagen sowie deren „Tieferlegung“ nur knapp über Straßenniveau, der Austausch von Weichen sowie die Neugestaltung der Haltebereiche ist der größte Brocken. Zeitgleich nutzt BS-Energy die Gelegenheit, neue Fernwärmeleitungen unter der Stobenstraße hindurch zu verlegen. „Wir nutzen dort alte Dampfkanäle aus den 1930er Jahren“, erläuterte Ralf Lampe. Diese müssten dringend erneuert werden ebenso wie die Verbindungsmuffen der neueren Rohrleitungen. Schlechtes Material sei dort verbaut worden. „Wir haben Risse festgestellt“, sagte Lampe.

Viele Leitungen

Bauprojekte dieser Größenordnung sind immer anspruchsvoll, die Schwierigkeiten hier: viele Kabel- und Kanalanlagen. „Darunter eine Datenträgerleitung, die von der Nord/LB und VW genutzt wird“, sagte Bauprojektleiter Stefan Gräbner. Eine Klippe sei zum Glück schon umschifft worden, da wegen der ebenfalls anstehenden Erneuerung der Abwasserkanalisation nicht der gesamte Straßenbereich aufgebuddelt werden muss. Im sogenannten Inlinerverfahren werden nun Rohre in die vorhandenen Altleitungen geschoben.
Für alle sichtbar wird am Ende das begrünte Rasengleis, in gelbem Granit gepflasterte Seitenanlagen, breitere Fuß- und Radwege, neue Haltestellen, ein Fußgängerüberweg und ein Ägidienmarkt stehen, der dann überhaupt wieder als Platz erkennbar sein soll. Die Neugestaltung wird Sache der Stadt sein.
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