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Baustelle bis Ende 2017

Die nördlichen Fahrspuren auf dem Rebenring sind gesperrt. cm

Der Rebenring bleibt ein Nadelöhr: die Fahrbahn hat sich abgesenkt.

Von Christoph Matthies, 13.08.2016.

Braunschweig. Eine der Hauptverkehrsadern der Stadt ist derzeit autofreie Zone. Die nördlichen Fahrspuren des Rebenrings sind vom Bültenweg bis zum Mittelweg komplett gesperrt.

Fahrbahnabsenkungen machen eine Erneuerung von Schmutzwasser- und Regenwasserkanal sowie des Fahrbahn-Unterbaus nötig. „Ziel ist es, dass wir bis Weihnachten 2017 fertig werden“, sagt Andreas Hartmann, Geschäftsführer der Stadtentwässerung. Im Juli hatte sich die nördliche Fahrbahn des Rebenrings plötzlich abgesenkt. Daraufhin wurde die betroffene Strecke sofort gesperrt, um Risiken für Verkehrsteilnehmer zu vermeiden. „Wir haben noch nicht alle Informationen, die nötig sind, um eine Baumaßnahme konkret auszuschreiben und Angebote einzuholen“, beschreibt Andreas Hartmann, Geschäftsführer der Stadtentwässerung Braunschweig, den derzeitigen Stand.

Gesichert ist, dass durch Grundwasser weggespülter Boden in den Regen- und Schmutzwasserkanälen unterhalb der Straße Hohlräume entstehen ließ. Dies betreffe eine Strecke von etwa 560 Metern – glücklicherweise ausschließlich unter der nördlichen Fahrbahn. „Wir hatten die berechtigte Sorge, dass die Straße einbricht“, sagt Hartmann in Hinblick auf die Dringlichkeit der Sperrung. Erfahrungen mit ähnlichen Problemen unter der Hans-Sommer-Straße, deren Behebung vor zwei Jahren in Angriff genommen worden war, halfen bei der Einschätzung der gegenwärtigen Situation.

Sowohl Kanalarbeiter als auch Radarsonden untersuchen derzeit die betroffene Teilstrecke zwischen Bültenweg und Mittelweg. Welche Grundwasserverhältnisse herrschen vor? Wie sind die Bodenbedingungen? Welche Rohrdimensionen sind bei einer Neuordnung erforderlich? Diese und weitere Fragen seien zunächst zu klären, ehe mit den Baumaßnahmen begonnen werden könne, erklärt der Chef der Stadtentwässerung. Die betroffenen Kanäle stammten teilweise aus dem 19. Jahrhundert.

„Mit Hochdruck“ sollen die Bauarbeiten bis Weihnachten 2017 abgeschlossen sein, aufgrund ungünstiger Bedingungen könnte die Fertigstellung aber auch erst 2018 erfolgen, skizziert Hartmann. Trotz der langen Analyse- und Bauzeit habe man sogar etwas Glück im Unglück, führt Klaus Benscheidt aus: „Wir liegen mit der Rebenring-Baustelle zwischen den Kreuzungen Hagenring und Hamburger Straße. Das ist verkehrstechnisch deutlich einfacher, als wenn wir in den Kreuzungsbereichen sperren müssten“, erläutert der Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr der Stadt. Benscheidt geht davon aus, dass die derzeitig einspurige Verkehrsführung bis zum Ende der Arbeiten in ähnlicher Form Bestand haben wird. „Wir haben etwas Rückstau in der Hans-Sommer-Straße und von Westen her“, dieser sei aber hinnehmbar.
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