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Bäderdebatte: Neuer Anstoß

Grüne fordern neue Analyse der Schwimmbadsituation – Antrag auf der nächsten Ratssitzung.

Von Birgit Leute, 11.11.2012.


Braunschweig. Die Fraktion der Grünen plant einen neuen Vorstoß in Sachen Schwimmbäder in Braunschweig. Hintergrund ist – unter anderem – der anhaltende Protest der Waggumer Bürger gegen die Schließung ihres Freibades im Herbst 2013.

„Das Freibad in Waggum ist derzeit in den Medien sehr präsent. Wir möchten allerdings, dass darüber die Situation in den anderen Stadtteilen nicht vergessen wird“, so Gerald Heere, Ratsherr der Grünen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
In der Ratssitzung am 20. November wird die Fraktion deshalb einen Antrag einbringen, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, eine Analyse über den aktuellen Bedarf an Frei- und Hallenbädern zu erstellen.
„Mit dem Drei-Bäder-Konzept fallen vier Einrichtungen auf Dauer weg: Das Bad in Gliesmarode, Braunschweig Nord, Wenden und Waggum“, sagt Heere. Damit würde vor allem in der Ost-West-Achse ein Mangel entstehen. „In dem Ratsbeschluss von 2007, den wir übrigens mitgetragen haben, wurde festgelegt, dass das neue Spaß- und Erlebnisbad an der Hamburger Straße die entfallende Bäderfläche vollständig ersetzten soll“, sagt Heere.
Zweifel an Entscheidung
Doch inzwischen machten sich nicht nur in der Fraktion der Grünen Zweifel breit, ob die damalige Entscheidung richtig gewesen ist. „Die SPD hat sich entschieden, dass das Freibad in Waggum renoviert und weiterhin betrieben werden soll“, gibt Heere ein Beispiel.
Auch die Grünen möchten mit ihrem Antrag noch einmal einen Anstoß geben, den Bedarf an die aktuelle Situation anzupassen und etwa Schwimmmöglichkeiten im Osten und Westen der Stadt zu erhalten. „Bislang weiß zum Beispiel weder die Verwaltung noch die Stadtbad GmbH wie der Schwimmunterricht an Schulen konkret abgewickelt oder was für ein Aufwand für den Transport der Schüler zum und vom Erlebnisbad entstehen wird“, gibt Heere zu bedenken. Für manche Klassen, so errechneten die Grünen schon einmal, entstünden bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln Wege von bis zu 30 Minuten.
Schwimmen in Schulen
Heere: „Es wäre zu überlegen, ob nicht der Bau von Lehrschwimmbecken an Schulen – zum Beispiel an der IGS Franz'sches Feld, der IGS Volkmarode oder der Ricarda-Huch-Schule – kostengünstiger wäre.“
Diese Bäder könnten dann außerhalb der Schulzeiten von Vereinen genutzt werden. „In jedem Fall ist ein Neubau der Sanierung der alten Bäder vorzuziehen, da diese energetisch schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand sind und eine Modernisierung noch teurer wäre“, sagt Heere.
Wird der Antrag am 20 November im Rat angenommen, so der Ratsherr, würde aller Voraussicht nach im Zuge der Sportstätten-befragung auch eine neue Analyse der Schwimmbadsituation erfolgen.
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