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Autowrack vor der Haustür

CDU-Mann Thorsten Wendt: „So eine Sauerei“.

Von Marion Korth, 23.05.2012

Querum. „Also das ist der Hammer!“ Thorsten Wendt, Vorsitzender des CDU-Verbandes Wabe-Schunter, wundert sich über wenig, aber dass ein „halbes Auto“ an der Haltestelle des Schadstoffmobils entsorgt wurde, ist neu.

Und „eine Sauerei“, wie Wendt sagt. Beschwerden von Anwohnern sind keine Seltenheit, auch jetzt war es eine Bürgerin, die ihm die Fotos von Karosserieteilen und Reifen zuschickte. „Gestern war die Haltestelle noch bis 23.30 Uhr sauber und ich dachte, endlich mal ein Wochenende ohne Müll vor der Haustür… heute Morgen traf mich fast der Schlag, als ich aus dem Fenster sah…“, schreibt sie ihm. Wendt hat die Beschwerde mit der Wichtigkeit „hoch“ weitergemailt, an die Stadt und an das Abfallunternehmen Alba. Wie kann man Dreck und Unrat an Haltestellen sowie Containerplätzen eindämmen, diese Frage stellt man sich nicht nur in Querum.
Mittlerweile hat das Abfallunternehmen Alba den Schrott von der Schadstoffmobil-Haltestelle an der Essener Straße weggeholt. Bis es wieder so aussieht. „Das ist eine Dauerproblematik“, sagt CDU-Mann Thorsten Wendt aus Querum, verweist auf die wiederholten Beschwerden von Anwohnern.
Ständiges Ärgernis seien auch die Containerstationen. Die seien häufig überfüllt, die Leute lassen Verpackungen und Pappkartons trotzdem zurück mit der Folge, dass es drum herum wild aussehe. Eine Umfriedung für die Container, damit nicht so viel Plastiktüten, Pappe und Papier herumfliegen, häufigere Säuberung der Stellplätze und ihrer Umgebung und eine Neustrukturierung des Schadstoffmobils könnte er sich als Sofortmaßnahmen vorstellen, außerdem mehr Containerstationen. In der vorangegangenen Legislaturperiode habe der „alte“ Stadtbezirksrat sogar die Möglichkeiten einer Kameraüberwachung diskutiert, um die Verursacher wilder Müllberge feststellen zu können. Einmal habe ein Unternehmen Lacke und ähnliches gleich in großem Stil und illegal an der Haltestelle des Schadstoffmobils zurückgelassen.
Ein Beispiel von vielen, die Stadt kennt das Problem. „Grundsätzlich gilt: Leider sind häufig Schadstoffmobilhaltestellen oder auch Wertstoffcontainerstandplätze vermüllt, weil Malerutensilien an den Haltestellen abgelagert werden oder Wertstoffe neben den Wertstoffcontainern abgestellt werden, obwohl in den Containern noch Platz vorhanden ist. Teilweise werden auch Müll oder Einrichtungsgegenstände abgestellt.“ Alba beseitige Müllablagerungen wie in diesem Fall umgehend, sobald ein Hinweis erfolgt. Gleiches gelte für die Wertstoffcontainersammelplätze, die ansonsten regelmäßig bis zu dreimal wöchentlich gereinigt werden.
Der Zentrale Ordnungsdienst (ZOD) der Stadtverwaltung leistet überdies fast Detektivarbeit, überprüft zusätzlich die neben den Schadstoffmobilhaltestellen oder den Wertstoffcontainern abgestellten Sachen und sucht nach Hinweisen auf den Verursacher, um gegebenenfalls Anzeige erstatten zu können.
Das Sammelsystem für Wertstoffe wird derzeit grundsätzlich überarbeitet. In diesem und dem nächsten Jahr wird das bestehende System mit Wertstoffinseln allerdings beibehalten. Das hat der Rat beschlossen, teilt die Stadt auf Anfrage der nB mit. Das am 1. Juni in Kraft tretende neue Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes bestimmt, dass ab 2015 Wertstoffe in größerem Umfang getrennt zu erfassen sind als bislang – bei Kunststoffen etwa nicht nur Leichtverpackungen wie bisher, sondern auch größere Gegenstände. Derzeit erarbeitet die Verwaltung ein Konzept, wie diese gesetzliche Vorgabe umgesetzt werden kann. Dazu werden auch Gutachten eingeholt und die Wohnungswirtschaft mit einbezogen. Die Verwaltung wird das Konzept noch in diesem Jahr den Ratsgremien unterbreiten.
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