Anzeige

Autobahndreieck Südwest: Größere Bedeutung im überregionalen Verkehr

Nach Umbau durchgehende Trasse der A 39 von Salzgitter zum Kreuz Wolfsburg/Königslutter freigegeben.

Von Martina Jurk, 02.09.2012.


Braunschweig. Es ist vollbracht. Am Mittwoch ist das umgebaute Autobahndreieck Braunschweig-Südwest für den Verkehr freigegeben und damit ein Nadelöhr beseitigt worden. Die A 39 verläuft durchgehend vom Dreieck Salzgitter bis zum Kreuz Wolfsburg/Königslutter.

Drei Jahre lang war der Umbau des Dreiecks eine der größten Baustellen in Niedersachsen – und das bei laufendem Verkehr. „Eine gewaltige planerische und bautechnische Herausforderung“, sagte Oliver Liersch bei der Freigabe. Der niedersächsische Verkehrsstaatssekretär geht davon aus, dass die Hauptlast des Verkehrs auch künftig von der Straße bewältigt werden müsse. Deshalb würden in Zukunft die A 39 und das Dreieck eine noch größere Bedeutung im überregionalen Verkehr spielen.
Eine Weiterführung der A 39 nach Lüneburg sei geplant. Liersch geht von einem Baubeginn 2013 aus. Zudem plane das Land die Verlängerung der A 39 über das Dreieck Salzgitter durch das Weserbergland nach Paderborn in Ostwestfalen. Die A 2 würde damit weiträumig entlastet, der Wirtschaftsraum Braunschweig-Wolfsburg-Salzgitter im Norden an den Wirtschaftsraum Hamburg angebunden und im Südwesten an das Ruhrgebiet.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann, bescheinigte allen am Umbau Beteiligten eine exzellente Arbeit. 14 Brücken plus zwei Eisenbahnbrücken, zwölf Kilometer Straße, sechs Kilometer Lärmschutzwände zu bauen, und das „unter dem rollenden Rad“ und bei Einhaltung der Bauzeit – „Besser kann man es nicht machen“, lobte Ferlemann. Allein das Einschieben der 200 Meter langen Okertalbrücke sei eine ingenieurtechnische Meisterleistung gewesen. „Ich hoffe, dass die Abschnitte der umgebauten Trasse in den Verkehrsnachrichten nicht mehr genannt werden, weil der Verkehr fließt“, sagte er.
Durch zunehmendes Verkehrsaufkommen im Dreieck (2005 rund 106 000 Fahrzeuge täglich, 2020 werden rund 121 000 Fahrzeuge am Tag erwartet), unübersichtliche Verkehrsführung, zu enge Auf- und Abfahrten kam es vor dem Umbau oft zu Staus. Die Verbindung zwischen A 2 und A 7 war nur über einen Versatz über die A 391 möglich. Jetzt zweigt die A 391 (Westtangente Braunschweig) von der A 39 ab. Der Lückenschluss der A 39 mit der A 2 im Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter Anfang 2009 machte deutlich, dass der Umbau des Dreiecks Südwest notwendig ist.
Eingeladen zur feierlichen Verkehrsfreigabe des neuen Autobahndreiecks waren auch die Ortsbürgermeister aller vom Umbau betroffenen Braunschweiger Stadtteile. „Auch die Anwohner profitieren jetzt vom neuen Dreieck“, sagte Oliver Liersch. Mit den umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen sei deren Lärmsituation maßgeblich verbessert worden, der Durchgangsverkehr erhalte einen sicheren und zügigen Verkehrsweg, Rüningen profitiere durch eine neue Anschlussstelle.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.