Anzeige

Ausbau des Stadions teurer

Neue Berechnung ergab Mehrkosten von rund 1,62 Millionen Euro.

Braunschweig (leu), 02.09.2012.

Der Ausbau des Eintracht-Stadions wird nach Aussagen der Stadt rund 1,62 Millionen Euro teuerer als erwartet. Dies ist das Ergebnis einer jetzt abgeschlossenen kontrollierenden Kostenrechnung, die Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer dem Bauausschuss vorlegte.

„Die Mehrkosten liegen vor allem in den Bereichen Hochbau und Technische Gebäudeausrüstung“, erläuterte Leuer. „Sie rühren weder aus einer Erweiterung des Bauprogramms noch aus einer Standarderhöhung.“ Das Projekt, so der Baurat, bewege sich dennoch weiterhin in dem durch Bürgerbefragung und Ratsbeschluss vorgegebenen Rahmen.
„In der bei den Planungen aufgestellten Kostenberechnung wurde ein zu geringer Betrag für Unvorhergesehenes berechnet“, stellte Leuer fest. „Wesentliche Kostensteigerungen resultieren zum Beispiel aus Brandschutz- und bauphysikalischen Gutachten, die zum Zeitpunkt der ersten Kostenrechnung noch nicht vorlagen oder erst nach Rückbau und Entkernung aufgestellt werden konnten.“ Das aktuelle Budget in Höhe von 14,9 Millionen Euro wird durch die Baukosten um rund 1,3 Millionen Euro überschritten.
Zuzüglich einer erhöhten Reserve für unvorhergesehene Ausgaben erwartet die Firma Assmann Kosten von rund 16,5 Millionen Euro.
Bereits im April dieses Jahres hatte Stadtbaurat Leuer den Bauausschuss über eine mögliche Kostensteigerung aus den oben genannten Gründen informiert. Die Stadt hatte daraufhin die Projektleitung – das Büro Assmann Beraten und Planen – mit der Prüfung der Kostenberechnung beauftragt. Diese war ursprünglich von dem zuständigen Architekten aufgestellt worden.
Assmann, so Leuer, habe unter anderem Einsparmöglichkeiten geprüft, von denen sich allerdings nach der derzeitigen Kostenberechnung nur wenige realisieren lassen. So könne zum Beispiel auf eine Sichtschutzwand auf
dem Dach der Erweiterung (18 000 Euro) und auf Pflanzen und Hecken (20 000 Euro) auf dem Parkplatz verzichtet werden.
Derzeit wird durch Auswertung eines entsprechenden Gutachtens geklärt, ob und in welcher Höhe – unabhängig vom Ausbau der Westtribüne – Kosten durch eine eventuell erforderliche neue Sprachalarmierungsanlage der Süd- und Osttribüne entstehen.
In den kommenden Wochen seien eine Reihe von Vergaben geplant, sagte Stadtbaurat Leuer weiter. Ende September sollen dann 70 Prozent des Gesamtvolumens vergeben worden sein. Für diesen Zeitpunkt kündigte Leuer eine neue Kostenbetrachtung an.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.