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Auf ein Tänzchen mit Franz Müntefering

„Opposition ist Mist“, hat Franz Müntefering einst gesagt – doch auch Regieren ist kein Zuckerschlecken. Seiner Parteifreundin Carola Reimann wünscht der ehemalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende den erneuten Einzug in den Bundestag. Foto: Matthies

Carola Reimann, Wilhelm Schmidt und das SPD-Urgestein besuchten das BBG-Seniorenzentrum.

Von Christoph Matthies, 26.08.2017. Braunschweig.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Franz Müntefering zu den populärsten Politikern dieser Republik gezählt werden konnte.

Auch wenn es um den einstigen Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzenden mittlerweile etwas ruhiger geworden ist: Im Wahlkampf, so wie in dieser Woche in Braunschweig, gibt „Münte“ immer noch Vollgas für seine Sozialdemokraten.

Heutzutage kämpft der 77-Jährige besonders für eine Bevölkerungsgruppe, die zwar immer größer wird, deren Stimme aber, so scheint es manchmal, kaum gehört wird: die Senioren. Gemeinsam mit SPD-Bundestagskandidatin Carola Reimann und Wilhelm Schmidt, viele Jahre Abgeordneter des Bundestages und heute Präsident der Arbeiterwohlfahrt, besuchte Müntefering das BBG-Seniorenzentrum in der Tuckermannstraße. Und sprach viele Themen an, die nicht nur Senioren unter den Nägeln brennen.

„Ich teile die Gesellschaft nicht ein in Jung und Alt“, erklärte der Sauerländer, „sondern in die Vernünftigen und die Unvernünftigen.“ Und schob – für deutliche Worte schon immer bekannt – hinterher: „Wir müssen zusehen, dass die Bekloppten nicht das Sagen kriegen.“

Nachdem Schmidt den Altenbericht der Bundesregierung („Kommunen in der alternden Gesellschaft“) erläutert hatte, füllte Müntefering die darin enthaltenen Feststellungen mit Leben. Neben politischen und gesellschaftlichen Forderungen gab es dabei auch manch guten Ratschlag für die zahlreichen interessierten Zuhörer. „Bewegt euch“, empfahl das SPD-Urgestein etwa, eine Treppe als Chance statt als Hindernis zu verstehen. „Bewegen ist das beste, was man für den Kopf machen kann. Das allerbeste ist übrigens Tanzen.“
Ob Hospizbewegung, Demenz oder Ärztemangel auf dem Land, ob die (schlechte) Bezahlung von Pflegekräften oder die so wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen: „Münte“ ließ kaum ein für Senioren wichtiges Thema aus. Und sprach am Ende eine deutliche Wahlempfehlung für Reimann aus, die seit vielen Jahren im Bundestag sitzt und dort besonders als Expertin im Bereich Gesundheit in Erscheinung tritt.
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