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Alter Plan: Zwei neue Schulschwimmbecken

Holger Herlitschke. Foto: T.A.

Die Grünen bringen einen „Lösungsvorschlag in die Bäderfrage“.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23. März 2014.

Braunschweig. Sechs Bahnen zum Schwimmen – und weiter nichts. Den Neubau von zwei sogenannten „Schulschwimmbecken“ bringen die Grünen jetzt als „Lösungsvorschlag“ (erneut) in die Diskussion.

„Wir fühlen uns in unserem Vorschlag von 2007 bestätigt“, sagt Holger Herlitschke. Für den Fraktionsvorsitzenden deuten erste Zahlen und Daten aus dem „Sportentwicklungsplan“, der zurzeit von der Verwaltung aufgestellt wird, auf „Engpässe“ hin. „Schon rein rechnerisch fehlen auch nach Fertigstellung der Wasserwelt rund 1,4 Schwimmbäder in der Stadt“, sagt er.
Vor allem die Schulen, die von der Wasserwelt an der Hamburger Straße weit entfernt sind, bekämen ein Problem. „Damit sie überhaupt Schwimmunterricht anbieten können, müssen sie die Randzeiten nutzen“, sagt Herlitschke. Also morgens ganz früh oder in den letzten Schulstunden, damit wenigstens ein Anfahrtsweg nicht mehr in die Schulzeit fällt. Und damit kämen sie dem „normalen“ Badepublikum in die Quere, was unweigerlich zu Problemen führen würde.
Im Osten und im Westen der Stadt sollten nach dem Vorschlag der Grünen neue „einfache“ Schwimmhallen gebaut werden. Herlitschke hat sich verschiedene Hallen als Beispiel angesehen, „für drei bis vier Millionen Euro ist so etwas zu bauen“.
Und auch die Unterhaltskosten seien zu begrenzen: Die Schüler bringen ihre Lehrer mit, die Vereine ihre Betreuer, die Menschen, die Gymnastik machten, ihre Kursleiter.
„Wenn die Öffnungszeiten für die Anwohner dann vielleicht auf die Abendstunden und die Wochenenden konzentriert würden, ließen sich die Betriebskosten überschaubar halten.“
Auf jeden Fall sei so ein Neubau eine sinnvollere Investition, als die Sanierung alter Bäder. Statik, Energetik und Schadstoffe seien drei Schlagworte, die die Kosten für eine Sanierung sehr schnell in die Höhe treiben könnten.
Dennoch begrüßen die Grünen „die aktuellen Bemühungen um das Badezentrum Gliesmarode“. Damit wäre das östliche Stadtgebiet versorgt. Für den Norden würde die Wasserwelt den Bedarf decken, für den Osten und den Süden fordern die Grünen neue Schwimmhallen. Das würde „für mehr geografische Gerechtigkeit sorgen“, sagt Herlitschke, „große und bevölkerungsreiche Stadtteile wie Weststadt oder das Westliche Ringgebiet“ dürften nicht einfach außer Acht gelassen werden. Auf dem Gelände der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule beispielsweise wäre ein idealer Platz.
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