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Alles muss neu gemacht werden

Auftakt für unruhige Zeiten an der Hamburger Straße: Am Mittwoch wurde mit dem Abriss des früheren Jugendzentrums Selam begonnen, der komplette Straßenumbau schließt sich an. Foto: T.A.

Großbaustelle Hamburger Straße: Vorarbeiten haben begonnen – Fertigstellung für Ende 2015 geplant.

Von Marion Korth, 22.02.2014.

Braunschweig. Einige Bäume wurden gefällt, und am Mittwoch rückte der Abrissbagger an. Das Jugendzentrum Selam, das nach einem Brand leer stand, ist bald Geschichte. Die eigentlichen Arbeiten stehen jedoch erst noch bevor: Die Hamburger Straße braucht eine Verjüngungskur – dringend.

Diesmal geht es nicht nur um ein paar Fahrbahnlöcher und neuen Asphalt in dem Abschnitt zwischen Autobahnanschluss A 392 und dem Rebenring. „Genauso wie die Straße oben aussieht, sieht sie unten aus – vielleicht sogar noch schlimmer“, sagt Burkhard Wiegel, Leiter der Abteilung Straßenplanung und Brücken des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr. Die Erneuerung greift deshalb auch in die Tiefe, nahezu alle Leitungen müssen erneuert werden, Gleiches gilt für die Stadtbahngleise.
Zwei Fahrspuren je Richtung soll es auch in Zukunft geben. Allerdings erhält die Stadtbahn vom Rebenring bis unmittelbar südlich der Ludwigstraße einen abgesetzten Gleiskörper für beide Fahrtrichtungen, der beiderseits mit Bäumen gesäumt wird. Mehr Verkehrssicherheit soll der Umbau obendrein bringen, der Konfliktpunkt Stadtbahn/Autos wird entschärft. Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen, wenn die Stadtbahn in südlicher Fahrtrichtung auf Höhe des Autobahnanschlusses von ihrem Gleiskörper auf die linke Geradeausfahrspur einschwenkte. Anders als bisher soll die Stadtbahn auch hier einen mit Borden abgesetzten einspurigen Gleiskörper erhalten. Da dieser die Fahrspuren trennt, wird es in Zukunft nur noch möglich sein, aus der Ludwig- und der Karl-Schmidt-Straße rechts herum auszufahren. Der neue Gleiskörper wird gleich noch ein anderes Problem lösen. Immer wieder hatten Linksabbieger im Bereich zwischen Autobahnanschluss und Ludwigstraße den Verkehr behindert. Die Polizei hatte um Gegenmaßnahmen gebeten. Dieses Linksabbiegen wird nach dem Ausbau nicht mehr möglich sein. Sowohl an der Anschlussstelle A 392 als auch im Bereich des Knotenpunktes Reiherstraße werden aber Wendemöglichkeiten angeboten, damit – wenn auch auf kleinem Umweg – alle Grundstücke und Straßen erreicht werden können. Eine weitere Wendemöglichkeit ist nördlich des Knotenpunktes Rebenring geplant.
Standen Stadtbahn-Fahrgäste an der Haltestelle Ludwigstraße bislang auf der Straße, so wird auch hier Abhilfe geschaffen mit einer „richtigen“ niederflurgerechten Haltestelle, die über einen Fußgängerüberweg mit Signal zu erreichen ist.
Weiter Richtung Norden kann der Gleiskörper für stadtauswärts fahrende Bahnen nicht fortgeführt werden, der Platz reicht dafür einfach nicht. Der Übergang auf die linke Geradeausfahrspur soll hier mit Signalen geschützt werden, damit Bahn und Autos sich nicht in die Quere kommen.
Der Ausbau der Hamburger Straße ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Braunschweig und nahezu aller Unternehmen, die mit dem Leitungsnetz zu tun haben. Die Stadt rechnet für sich mit Kosten von rund 3,4 Millionen Euro. Die Anlieger werden ebenfalls zur Kasse gebeten und am Ausbau wahrscheinlich mit 880 000 Euro beteiligt.
Erst Ende 2015 werden die Bauarbeiten voraussichtlich beendet sein. „Bis dahin bemühen wir uns, eine Fahrspur je Richtung freizuhalten“, sagt Wiegel. Bis auf wenige Ausnahmezeiten, in denen die Hamburger Straße nur stadteinwärts oder nur stadtauswärts zu befahren sein wird, werde das auch gelingen.
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