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Akute Wohnungsnot

„Sofa frei!“ – ASTA der TU startet Aktion – Appell an alle Vermieter, günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22.09.2013.
Braunschweig. „Sofa frei!“ – das zweite Jahr in Folge organisiert der AStA der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Studentenwerk Ostniedersachsen diese Aktion gegen akute Wohnungsnot.
„Wir haben noch immer fast 1000 Interessierte auf der Warteliste für unsere Wohnheime“, erläutert Petra Syring, Sprecherin des Studentenwerks Ostniedersachsen, „es ist damit zu rechnen, dass wir leider wie bereits im vergangenen Jahr nicht allen einen Wohnheimplatz bieten können.“ Deshalb wird die solidarische „Zwischenlösung“ des letzten Jahres wieder aufgegriffen, in der Studierende freie Sofaplätze oder ganze Wohnzimmer dem AStA melden, und dieser suchenden Studienanfängern den Kontakt vermittelt.
Aufgrund des doppelten Abiturjahrganges in Niedersachsen 2011 sowie der weiterhin hohen Studierneigung der Abiturienten wird sich die Gesamtzahl der Studierenden in diesem Winter auf circa 17 000 erhöhen, das sind rund 4500 mehr als vor fünf Jahren. „Das Solidarmodell praktizieren wir in der Studierendenschaft seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Bereichen.
In diesem Fall kann das nur eine temporäre Lösung sein,“ sagt Johannes Starosta vom AStAVorstand. „Es gibt Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen: Kurzfristig rufen wir insbesondere alle privaten Vermieter auf, ihre verfügbaren Wohnungen auch beim AStA zu melden (per E-Mail oder telefonisch) sowie auf den einschlägigen WG-Portalen einzustellen. Mittelfristig müsse aber wieder mehr bezahlbarer Wohnraum in Braunschweig geschaffen werden, beispielsweise über geförderte Neubauten von Wohnheimen in einem Programm des sozialen Wohnungsbaus“, sagt Starosta.
Heike Wehage vom AStA-Vorstand ergänzt: „Vor 15 Jahren waren an der TU Braunschweig ebenfalls mehr als 17 000 Studierende immatrikuliert, außerdem gab es damals noch den großen Standort Sozialwesen der FH Braunschweig/Wolfenbüttel. Eine Knappheit von Wohnraum oder überhöhte Preise habe es damals nicht gegeben. Die Studentenwerke in Niedersachsen bekamen rund 20 Millionen Euro Grundfinanzierung vom Land, heute sind es 14 Millionen. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf, und das Land soll endlich die vom Bund bereitgestellten Mittel zur Sozialen Wohnraumförderung auch dafür nutzen“, fügt Wehage an. Mehr Infos unter www.asta.tu-braunschweig.de .
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