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AKTUALISIERT: Kein Zulauf für Bragida

Klaus-Peter Bachmann warnte eindringlich vor Bragida. (Foto: Ammerpohl)

Am heutigen Sonntag kamen wenige Bragida-Demonstranten, aber viele Rechtsextreme und Hooligans - 1000 Gegendemonstranten.

Braunschweig, 22.02.2015.

Die Absage des Karnevalumzuges vom letzten Sonntag brachte nicht den von einigen erwünschten, von anderen befürchteten Effekt. Zur heutigen Demonstration von Bragida, die wegen des Eintracht-Spieles am Montag vorverlegt wurde, kamen nach Polizeiangaben zu Beginn lediglich 100 Personen, rund zwei Drittel davon per Bahn. Später schlossen sich weitere Personen der Bragida-Gruppe an.

Auch der Kohlmarkt, Treffpunkt der Gegendemonstranten, füllte sich bis zum Beginn der Kundgebung nur spärlich, am Ende waren rund 1000 Menschen dort, so Polizeisprecher Joachim Grande.
Der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, Klaus-Peter Bachmann, trat beim Bündnis gegen Rechts als Gastredner auf und machte deutlich, dass man, wenn man für Bragida demonstriere, wissen müsse, mit wem man dort auf der Straße stehe. Die Mehrzahl der Demonstranten seien polizeibekannte Rechtsextreme. Das konnte auch Grande bezogen auf den heutigen Sonntag bestätigen.
Bagida hat für alle kommenden Montage weitere Kundgebungen angemeldet - das Bündnis gegen Rechts kündigte an, solange ebenfalls demonstrieren zu wollen.

Nach Ende der Demonstrationen teilte die Polizei mit:

"Die fünfte Versammlung der Braunschweiger 'Bragida-Bewegung' fand diesmal nicht wie sonst an einem Montag, sondern erstmalig an einem Sonntag statt.

Gegen 16.00 Uhr hatten sich vor dem Rathaus bis zu 320 Personen zusammen gefunden. Darunter 270 Teilnehmer aus rechtsextremen und Hooligankreisen, viele von außerhalb.

An einer Gegenveranstaltung des 'Bündnis gegen Rechts' nahmen über 1000 Menschen teil. Diese hatten sich gegen 15.00 Uhr zunächst auf dem Kohlmarkt versammelt und waren dann in einem Aufzug zum Domplatz marschiert. Hier kam es zu gegenseitigen verbalen Provokationen.

Während eines kurzen Aufzuges der 'Bragida-Teilnehmer' durch angrenzende Straßen wurden vereinzelt aus beiden Lagern Plastikflaschen geworfen. Verletzungen von Personen wurden nicht bekannt.

Die Polizei leitete mehrere Verfahren wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Nach Ende der Versammlung versuchte eine größere Anzahl Gegendemonstranten die Abwanderung der 'Bragida-Teilnehmer' durch Straßenblockaden zu verhindern, was durch den Einsatz von Polizeikräften unterbunden werden musste. "
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