Anzeige

17 500 Einwohner werden evakuiert

Blindgängerverdacht: Georg-Westermann-Allee und Brodweg.

Braunschweig (j), 29.09.2010.

17 500 Bürger müssen am 17. Oktober ihre Wohnungen verlassen. Der Grund: Ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird vermutet. Die verdächtigen Metallkörper werden freigelegt und gegebenenfalls an Ort und Stelle entschärft.

Durch die Auswertung historischer Luftbilder und anschließende Sondierungsarbeiten hat der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) im Bereich Georg-Westermann-Allee und Brodweg mehrere Verdachtsstellen geortet. Es ist notwendig, Teile der Stadtteile Östliches Ringgebiet, Viewegs-Garten und Riddagshausen zu evakuieren, damit ein Sicherheitsabstand von einem Kilometer zu jeder Verdachtsstelle gewährleistet ist.
Besondere Anforderungen an Transport und Betreuung stellen das Krankenhaus Marienstift mit rund 100 Patienten, die in andere Krankenhäuser verlegt werden müssen, sowie zwei Altenheime mit rund 300 Bewohnern. Hierzu werden neben mehreren hundert Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei aus Braunschweig zahlreiche weitere Rettungsdienste aus ganz Niedersachsen im Einsatz sein.
Von den Sperrungen ab 9 Uhr am 17. Oktober sind außerdem Kleingartenvereine, Naherholungsgebiete und Parkanlagen sowie der gesamte Hauptfriedhof und der Stadtfriedhof betroffen. Die Feuerwehr wird Anlieger, Gewerbebetriebe und Kleingärtner in den zu räumenden Bereichen per Postwurfsendung informieren. Voraussichtlich gegen 16.30 Uhr können die Bürger zurück in ihre Wohnungen.
Derzeit bestehe keine Gefahr. Die betroffenen Fundstellen seien daher nicht abgesperrt, teilt die Stadt mit. Die verdächtigen Metallkörper werden in Tiefen von drei bis fünf Metern vermutet. Sie werden ab 10 Uhr durch mehrere Sprengmeister und deren Teams des Kampfmittelbeseitigungsdienstes freigelegt. Die Feuerwehr bittet, Wohnungen und Betriebe bis spätestens zehn Uhr zu verlassen. Als Ausweichquartiere bietet die Feuerwehr die Turnhallen der Neuen Oberschule in der Beethovenstraße an. An bestimmten Haltestellen wird ein Buspendelverkehr (auch für Rollstuhlfahrer) eingerichtet, um betroffene Anwohner zum Ausweichquartier zu fahren. Die Feuerwehr hat ein Info-Telefon unter der Nummer 2 34 56 78 geschaltet. Bürger, die einen Krankentransport benötigen, werden gebeten, sich rechtzeitig in den Wochen vor der Evakuierung unter der Telefonnummer 1 92 22 melden.
Unter www.braunschweig.de/bombenfund können alle wichtigen Informationen, darunter die von der Evakuierung betroffenen Straßen und der Buspendelverkehr abgerufen werden.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.